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Lokales Dresdner S-Bahn-Linien erhalten doch kein freies Internet
Dresden Lokales Dresdner S-Bahn-Linien erhalten doch kein freies Internet
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10:08 08.05.2019
VVO-Pressesprecher Christian Schlemper zeigt es: Ab sofort gibt es freies WLAN im RE 50 zwischen Dresden und Leipzig. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Ab sofort können Fahrgäste im Regionalexpress 50 zwischen Dresden und Leipzig kostenfrei im Internet surfen. Dafür wurden in den vergangenen Monaten acht Triebwagen des Saxonia-Expresses technisch aufgerüstet. Vier von ihnen erhielten zudem zusätzliche Fahrradabteile.

Auf absehbare Zeit kein WLAN

In den drei Dresdner S-Bahn-Linien wird es dagegen auf absehbare Zeit kein freies WLAN geben. Von diesen Plänen habe man sich aus technischen und Kostengründen verabschiedet, sagte Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO).

Er lässt sich die Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt offen. Dabei hatte sich die Verbandssitzung des VVO noch Ende 2018 dafür ausgesprochen, dass WLAN in Regionalexpress und S-Bahn gleichzeitig in der Jahresmitte 2019 starten sollen.

Mehrere Probleme

830 000 Euro lassen sich VVO und Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig bis 2025 das Angebot im RE 50 kosten. Dann läuft der Verkehrsvertrag für den RE 50 aus – der die Internetversorgung im Zug allerdings auch verlangt. Aus diversen Gründen hatte sich die Einführung verzögert.

Zuletzt machte ein Funkloch hinter Riesa Probleme, das nun aber geschlossen scheint. Befahrungen auf der Strecke hätten gezeigt, dass die Netzversorgung zwischen Dresden und Leipzig ganz annehmbar sei, sagt Wolfgang Weinhold, Regionalleitungschef bei der Deutschen Bahn Regio Südost.

Keine nennenswerte Netzversorgung

Das sieht bei den Dresdner S-Bahnen ganz anders aus. Im Elbtal ab Pirna und hinter Freital gebe es keine nennenswerte Netzversorgung, sagt VVO-Chef Ehlen. Auch nicht mit der im RE 50 eingesetzten Technologie, die sich aus den Netzen der drei Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefonica bedient. „Außerdem sind Fahrgäste im Gegensatz zum Regionalexpress nur kurze Zeit im Zug – wir bezweifeln, dass sich WLAN in der S-Bahn lohnt“, so Ehlen.

Das kostenfreie Internet in der S-Bahn scheitert jedoch vor allem am Geld. Denn in den drei Dresdner S-Bahn-Linien fahren 45 000 Fahrgäste am Tag mit, wie die DB Regio mitteilt. Das ist mehr als vier Mal so viel wie im Regionalexpress mit 10 800 Fahrgästen.

Das lässt auf einen vier Mal höheren Volumenverbrauch im WLAN schließen – und den lassen sich die Netzbetreiber auszahlen. Die noch Ende 2018 erwarteten Kosten von 6,4 Millionen Euro bis 2027 fürs S-Bahn-WLAN erscheinen deshalb nicht realistisch.Zumal starke Fahrgastzuwächse bei der S-Bahn weiter anhalten. Bis März sind schon acht Prozent mehr Fahrgäste zugestiegen als im Vorjahreszeitraum, teilt DB Regio mit.

Kapazitätserweiterung bei DB Regio?

Im gesamten Jahr 2018 waren es 16,5 Millionen Fahrgäste – 25 Prozent mehr als noch 2014. VVO und DB Regio denken deshalb über eine Kapazitätserweiterung nach. Sie wollen sogenannte Triebköpfe für die kurzen Doppelstockzüge anschaffen, die auf S 2, S 3 und bei Verstärkerfahrten auf der S 1 zum Einsatz kommen.

Sie ersetzen die herkömmlichen Loks und bieten zudem 90 weiteren Fahrgästen Platz. Da die Anschaffung mit 70 Millionen Euro teuer ist, hoffe man auf eine Förderung des Freistaats, sagt Ehlen. Dazu liefen derzeit Gespräche.

Von Uwe Hofmann

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