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Lokales Dresdner Pfleger beteiligen sich an Beschwerde-Brief für Spahn
Dresden Lokales Dresdner Pfleger beteiligen sich an Beschwerde-Brief für Spahn
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16:29 05.02.2019
Symbolbild: Eine Krankenschwester kümmert sich um eine Patientin. Quelle: epd
Dresden

Der Olympische Brief für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern – eine stetig wachsende Liste mit Unterschriften – trifft am 7. Februar in Dresden ein. Gegen 18.30 Uhr wird die rund 40 Meter lange Schriftrolle vor dem Kino in der Fabrik (KIF) übergeben. Anschließend wird in dem Kino an der Tharandter Straße 33 um 19 Uhr der Film „Der marktgerechte Patient“ gezeigt und mit Experten auf dem Podium diskutiert.

Seit Jahresbeginn ist die Rolle, montiert auf einem Fahrgestell, unterwegs durch ganz Deutschland, um Unterschriften gegen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingeführten Personaluntergrenzen zu sammeln. Der Brief fordert eine Personalbemessung am wirklichen Bedarf für alle Berufsgruppen im Krankenhaus, die Finanzierung aller Investitionskosten und die Abschaffung der Fallpauschalen als Abrechnungssystem.

Das Dresdner Bündnis für Pflege ist sich sicher, großen Zuspruch zu erhalten. Die Pflegekräfte und andere Beschäftigte seien auch in Dresden völlig überlastet und die Patienten dadurch gefährdet, sagt Bündnis-Sprecherin Dorit Hollasky.

Karin Harpe, Beschäftigte am Klinikum, ergänzt: „Ein Krankenhaus ist keine Fabrik – das muss endlich in die Köpfe der Verantwortlichen. Der Mensch gehört in den Mittelpunkt der Gesundheitsversorgung, nicht der Profit.“

Die gemeinsame Aktion von über 20 Pflegebündnissen in ganz Deutschland startete in Kiel. Bei der Gesundheitsministerkonferenz am 5. Juni sollen die Unterschriften von Krankenhausbeschäftigten, Patienten und Angehörigen in Leipzig an Spahn übergeben werden.

„Die durch Jens Spahn eingeführten Personaluntergrenzen bringen keine Entlastung“, meint Benjamin Ludwig, Krankenpfleger am Städtischen Klinikum Dresden: „Spahns Mindestpflege lehnen wir ab. Wir wollen nicht an der Untergrenze versorgen. Wir brauchen eine echte Personalbemessung.“

Die Schriftrolle wird bis zum 10. Februar in Dresden bleiben, dann übergibt das Dresdner Bündnis den Brief an das Bündnis aus Jena.

Von tg

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