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Lokales Dresdner Neustadt erwartet zur BRN wieder Zehntausende Gäste
Dresden Lokales Dresdner Neustadt erwartet zur BRN wieder Zehntausende Gäste
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12:16 13.06.2019
Wie im vergangenen Jahr werden zur BRN ab Freitag wieder Zehntausende Gäste erwartet. Quelle: Junes Semmoudi
Dresden

Das Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt, das von Freitagabend bis Sonntag gefeiert wird, kommt so langsam in ruhigeres Fahrwasser. Zumindest scheint das Anmelde-Chaos, das in den vergangenen beiden Jahren vor der BRN für viel Unmut bis zu Verschwörungstheorien um eine angebliche Sabotage der Neustadt-Sause durch Dresdner Ämter geführt hat, in diesem Jahr auszubleiben. Das lassen zumindest Zahlen vermuten, die Robert Franke, kommissarischer Leiter des seit zwei Jahren für die obligatorischen Sondergenehmigungen zuständigen Straßen- und Tiefbauamts, am Dienstag im Stadtbezirksbeirat Neustadt referiert hat. Von 141 Anmeldungen für Buden, Bühnen und Stände konnten demnach 80 bewilligt werden. Sieben davon wurden für Inselveranstalter ausgereicht, die größere und zusammenhängende Abschnitte des Festgeländes bespielen.

Da 48 Anträge für einzelne Buden oder Bühnen nach Ablauf der Frist eingereicht wurden, kann die Zahl der Genehmigungen für die Straßennutzung zum Fest in den nächsten Tagen noch steigen. 18 der Zuspätkommer haben schon eine Bewilligung erhalten, man bemühe sich, noch so viele Anträge wie möglich abzuarbeiten, heißt es aus dem Straßen und Tiefbauamt. Hauptgründe für die Ablehnung von Anträgen war laut Amtsleiter Franke, dass die Antragsteller nicht in der Neustadt leben oder ihren Stand auf Inselgelände oder im aus Sicherheitsgründen gesperrten Areal aufstellen wollten.

So ganz ohne Knatsch verliefen die Vorbereitungen auch in diesem Jahr nicht. Eine Gruppe Inselverantwortlicher habe ihren Antrag zurückgezogen, nachdem es wegen einer falschen Zeichnung Ärger gab, sagt Ulla Wacker, die Veranstaltern im BRN-Büro bei der Antragsstellung hilft. Insgesamt sei das Prozedere in diesem Jahr ruhiger verlaufen, aber „in drei, vier Fällen war ich nicht so glücklich, wie es gelaufen ist“, sagt Wacker. Sie wünsche sich, dass die Dresdner Behörden ihre Spielräume mehr im Sinne der Festveranstalter nutzen würden. Zudem war der Leitfaden, der die Antragstellung erleichtern soll, erst fertig, nachdem die Inselveranstalter ihre Anträge einreichen mussten.

Da ist also noch Luft nach oben. Generell krankt die Bunte Republik Neustadt aber, woran sie immer krankt – es gibt keinen Alleinveranstalter, der alles Nötige mit den Ämtern klärt. Stattdessen treffen viele Kleinveranstalter auf eine Verwaltung, die das Fest irgendwie möglich machen will und muss – jedes Jahr aufs Neue Quelle für Missverständnisse und Querelen.

So sieht Wacker auch die Veranstalter in der Verantwortung, die sich besser an Fristen und Spielregeln halten müssten. Auch gebe es nach wie vor das Problem, dass trotz diverser Info-Veranstaltungen und Veröffentlichungen mancher verhinderter BRN-Veranstalter einfach nicht erreicht werde. Auf der anderen Seite fehle den Ämtern die nötige Spontaneität. So haben die Inselveranstalter ihre Gebührenforderung schon erhalten, auch wenn unter ihren Mitstreitern noch fröhliches Wechselspiel herrscht – Veranstaltungen und damit Einkünfte gestrichen werden und neu hinzukommen. „Wird das jetzt nachträglich noch verrechnet?“, fragt Wacker.

Klar ist, dass die Verwaltung sich noch bewegen muss. Ihr Ziel ist es, so viele Inselveranstalter wie möglich zu finden, um das Verfahren zu vereinfachen. In diesem Sinne ist die diesjährige BRN ein Rückschritt: 2018 gab es noch zehn Inseln. In diesem Jahr liegen die größeren Festareale wie gehabt auf dem Martin-Luther-Platz sowie auf Abschnitten der Martin-Luther-Straße, Böhmischen Straße, Alaunstraße, Görlitzer Straße, Tal-, Kamenzer und Schönfelder Straße sowie der Sebnitzer Straße. Wie in den vergangenen Jahren wird das Festareal von Bautzner Straße, Königsbrücker Straße, Bischofsweg und Prießnitzstraße umgrenzt. Dort ist Freitagmorgen bis Montagnachmittag das Parken verboten. Von Freitagnachmittag bis Sonntagmitternacht darf das Festgelände nicht befahren werden. Die Belieferung ist am Sonnabend und Sonntag von 6 bis 10 Uhr möglich.

So fahren Bus und Bahn zur BRN

Zur BRN wird die Straßenbahnlinie 13 von Freitag, 15 Uhr bis Montag, 3 Uhr umgeleitet. Zwischen den Haltestellen „Liststraße“ und „Bautzner Straße/Rothenburger Straße“ fahren die Wagen in beiden Richtungen über Bahnhof Neustadt und Albertplatz. Zwischen Liststraße und Bischofsweg (Schauburg) sind Ersatzbusse als Linie EV13 im Einsatz. Die Haltestellen „Alaunplatz“ und „Görlitzer Straße“ können in dieser Zeit nicht bedient werden.

Neben dem normalen Linienverkehr werden zur BRN zusätzliche Fahrten angeboten. Freitag und Sonnabend zwischen 19 und 22 Uhr fährt die Linie 3 alle 7,5 Minuten zwischen Hauptbahnhof und Albertplatz, alle anderen Straßenbahnlinien und 60er Buslinien alle 15 Minuten. Zwischen 22.30 und 0.30 Uhr kommen die Linien 3, 6, 7, 11 und 13 im 15-Minuten-Takt, alle anderen Straßenbahnlinien und 60er Buslinien im 30 Minuten-Takt. Im Nachtverkehr von 1 bis 4 Uhr sind die Linien 1, 2, 3, 6, 7, 8, 11 und 13 alle Viertelstunden unterwegs, alle anderen Straßenbahnlinien alle 30 Minuten. Dazu wird die Linie 8 auch Freitag- und Sonnabendnacht durchgängig verkehren.

Genaue Informationen finden Fahrgäste unter www.dvb.de im Internet. Für das Handy gibt es mit der App „DVB mobil“ eine mobile Variante. Unter der Hotline 0351/ 857 10 11 kann man sich telefonisch beraten lassen.

Wie in den vergangenen Jahren gibt es an den großen Zugängen auf die Feiermeile Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt, die insbesondere das Glasflaschenverbot durchsetzen sollen. Die Polizei ist an allen Festtagen mit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort. „Wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus, rechnen aber mit für das Fest typischen Straftaten wie Körperverletzung und Drogendelikte“, sagt Matthias Imhof, Leiter des Polizeireviers Dresden-Nord. Größere Störungen erwarte man nicht, sei aber darauf vorbereitet. Der Gemeindliche Vollzugsdienst ist mit weiteren 100 Mitarbeitern im Einsatz.

Die Zeiten mit mehr als 300 Veranstaltern, wie es sie vor der Inselära gab, sind zwar vorbei. Das heißt aber nicht, dass es zum Stadtteilfest weniger zu erleben gäbe. Wie üblich war das Programm mit mehr als 300 Punkten bis zuletzt noch im Werden, am Freitag soll es jedoch in gedruckter Form in eine Auflage von 12 000 Stück ausliegen. Ebenso wird der 2018 eingeführte Mehrwegbecher mit 5000 Stück neu aufgelegt.

Das Programm ist im Internet unter brn-programm.de einsehbar.

Von Uwe Hofmann

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