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Lokales Dresdner Mediziner und Wissenschaftler koordinieren neues Forschungsprogramm
Dresden Lokales Dresdner Mediziner und Wissenschaftler koordinieren neues Forschungsprogramm
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16:22 17.07.2018
Brustkrebszelle. Quelle: picture alliance / dpa
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Dresden

Jede achte Frau sowie jeder achte Mann erkrankt im Laufe des Lebens an Brust- beziehungsweise Prostatakrebs. Diese beiden Karzinome sind bei den beiden Geschlechtern somit die am häufigsten auftretenden Krebsarten.

Prof. Lorenz Hofbauer, Knochenspezialist am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Quelle: Thomas Albrecht

„Es ist leider oft klinischer Alltag, dass wir Patientinnen mit Brustkrebs und Patienten mit Prostatakrebs sehen, deren Tumorerkrankung bereits vor mehreren Jahren besiegt schien, bei denen die Krankheit aber in Form von Knochenmetastasen zurückkehrt“, sagt Prof. Lorenz Hofbauer, Knochenspezialist am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Die Folge sind Knochenbrüche, starke Schmerzen und eine Einschränkung der Lebensqualität.

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„Gerade das Mammakarzinom und das Prostatakarzinom neigen bei fortgeschrittener Erkrankung in bis zu 80 Prozent zur Ansiedlung in den Knochen.“ Die Krebszellen halten im menschlichen Körper im Knochenmark über Jahre eine Art „Winterschlaf“ und zerstören nach dem Erwachen den Knochen relativ rasch.

Um die Prozesse zu verstehen, die zu dieser Entwicklung führen, startet jetzt die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein neuen Forschungsprogramm. Das teilen Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden mit. Für besagtes Programm haben Mediziner und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden die Koordination übernommen.

In den kommenden sechs Jahren arbeiten Wissenschaftler aus ganz Deutschland eng zusammen, um Knochenmetastasen nach einer vorherigen Brust- oder Prostatakrebs-erkrankung frühzeitig zu erkennen und deren Entstehung zu verhindern. Insgesamt 7,8 Millionen Euro stehen für das Schwerpunktprogramm „μBONE – Kolonisierung und Inter-aktionen von Tumorzellen innerhalb der Knochenmikroumgebung“ zur Verfügung. Rund drei Millionen des Budgets gehen an den Standort Dresden.

Von DNN