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Lokales Dresdner Landgericht verurteilt Wiederholungstäter: Fünf Jahre Haft
Dresden Lokales Dresdner Landgericht verurteilt Wiederholungstäter: Fünf Jahre Haft
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08:21 28.12.2017
Bernd M. ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern Wiederholungstäter. Quelle: dpa
Dresden

Wegen Vergewaltigung und Verstoß gegen Weisungen der Führungsaufsicht ist Bernd M. vom Dresdner Landgericht zu einer Freiheitsstrafe fünf Jahren verurteilt worden. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der 67-Jährige zweimal einen geistig behinderten 16-Jährigen, nennen wir ihn Adam, vergewaltigt hat. Der Angeklagte hatte sich zu den Vorwürfe nicht geäußert. „Mein Mandant hat Adam nicht vergewaltigt. Gewalt war da nicht im Spiel“, so die Verteidigerin. Die Kammer sah dies anders, der Angeklagte habe das „Nein“ des Jungen nur einfach nicht akzeptiert.

Bernd M. ist kein unbeschriebenes Blatt, sondern Wiederholungstäter. 2014 wurde er in Cottbus wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. 2016, nach Verbüßung der Haft, erhielt er eine elektronische Fußfessel zur Aufenthaltsüberwachung. Zudem wurde Führungsaufsicht angeordnet, er bekam die Weisung, sich von Minderjährigen und allen Orten, an denen diese sich aufhalten – Spielplätze, Schwimmbäder und ähnliches – fernzuhalten. Allerdings hielt sich der Angeklagte nicht daran. Zwei Monate nach seiner Haftentlassung suchte er Kontakt zur Oma von Adam, die in der Nähe wohnte und das Sorgerecht für den Jungen hatte, und freundete sich mit ihm an.

Adam nannte den Angeklagten schnell Opa. Die beiden besuchten einige Schwimmbäder, was dem 67-Jährigen allerdings verboten war. In der Kabine eines Bades cremte Bernd M. den Jungen zunächst ein und vergewaltigt ihn dann – Tage später noch einmal in seiner Wohnung. Adam war aufgrund seiner geistigen Behinderung nicht in der Lage, die Sache zu verstehen oder sich zu wehren. Seine Bitten, aufzuhören, da es ihm weh tue, habe Opa ignoriert, hatte Adam bei seiner Polizeivernehmung gesagt. Er habe Geld bekommen, damit er den „Mund halte“. Der 16-Jährige erzählte trotzdem seiner Oma davon, die ging zur Polizei.

Von Monika Löffler

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