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Lokales Dresdner Künstler dekoriert Abfalleimer am Elbufer mit Plastiken aus Müll
Dresden Lokales Dresdner Künstler dekoriert Abfalleimer am Elbufer mit Plastiken aus Müll
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14:58 29.06.2019
Überreste einer Mahlzeit in Bronze auf einem Müllbehälter am Diakonissenweg. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Dresdner tummeln sich gern auf den Elbwiesen, um sich zu sonnen, zu lesen, zu schwatzen, zu spielen, aber auch um Picknick zu machen und bis spät in die Nacht zu feiern.

10,5 Tonnen Müll kamen bei Elbwiesenreinigung zusammen

Am nächsten Morgen sind dann bereits von weitem die Überbleibsel des vorangegangenen Abends zu erkennen: Benutzte Pappteller, dreckiges Plastikbesteck, entleerte Kaffeebecher und anderes mehr verschmutzen nicht nur die Umwelt, sondern verschandeln auch die Stadt. Allein bei der diesjährigen Elbwiesenreinigung vor Ostern sammelten engagierte Dresdner 10,5 Tonnen Müll und Schwemmgut ein.

Abfall in Bronze gegossen

Der Dresdner Künstler Thomas Judisch hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, auf charmante Art und Weise das Thema Müll in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Unter dem Titel „Curry Royal“ goss er Reste in Bronze und montierte die so entstandenen Plastiken auf fünf öffentliche Abfalleimer.

Kleine Plastiken auf mehreren Mülleimern

Jedes der Kunstwerke thematisiert die typischen Hinterlassenschaften seines jeweiligen Standortes: Während der Abfalleimer an der Fähranlegestelle Neustadt nunmehr mit zwei übereinander liegenden Papptellern sowie zwei Plastikgabeln verziert ist, ist der Müllbehälter vor dem Café Rosengarten neuerdings mit Espressobechern geschmückt. Weitere kleine Skulpturen befinden sich am Japanischen Palais, am Bogenschützen sowie am Filmnächte-Areal.

Kunst mit einem Augenzwinkern

Thomas Judisch möchte nicht etwa mit erhobenem Zeigefinger auf das Müllproblem aufmerksam machen. „Ich hoffe einfach, dass meine Werke mit Humor aufgenommen werden und die Menschen darüber lachen können“, sagt der Künstler. Drei Jahre lang sollen seine Plastiken die Dresdner auf dem Weg zu einer sauberen Stadt begleiten.

Von Alina Dziallas

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