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Dresdner Kirchen: Etwa ein Drittel der üblichen Besucher zu Weihnachten

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16:55 26.12.2020
Christvesper in der Frauenkirche in Dresden. Quelle: epd
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Dresden

Mitten in der Corona-Krise haben Christen die Geburt Jesu gefeiert – teils mit ungewöhnlichen Gottesdiensten. In die Kirchen und Pfarrhöfe in Dresden seien Heiligabend „grob geschätzt“ etwa ein Drittel der üblichen Besucher gekommen, teilte der evangelische-lutherische Kirchenbezirk Dresden am Samstag mit. Die Menschen hätten sich an Abstandsregeln gehalten, nur selten hätte eine Kirche kurzzeitig wegen zu großen Andrangs geschlossen werden müssen, hieß es. Neben digitalen Krippenspielen und musikalischen Vespern im Internet gab es an Weihnachten auch offene Kirchen – etwa in der Neustadt, in Pieschen und Hosterwitz. Vielerorts waren Krippenfiguren aufgebaut, Besucher konnten eine Kerze anzünden oder in ein Gästebuch schreiben.

Bischof Heinrich Timmerevers (2.v.l.) und Ministranten feierten mit einer kleinen Zahl an Gläubigen, die sich für diesen Gottesdienst vorher anmelden mussten, am 1. Weihnachtsfeiertag das Hochamt zu Weihnachten in der Kathedrale Dresden. Quelle: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

In der Kreuzkirche oder auch in der Himmelfahrtskirche Dresden-Leuben gab es Vespern, die vorhandene Platzkapazität wurden nach Kirchenangaben nicht ausgeschöpft. „Die besondere Gefährdungssituation ließ alle sehr verantwortlich handeln“, sagte Superintendent Christian Behr. Auch Open-Air-Angebote wurden demnach gut angenommen, etwa an der Schifferkirche „Maria am Wasser“: Mit Teelichten in Gläsern wurden auf der Elbwiese unterhalb der Kirche jeweils Punkte markiert, an denen die Familien stehen durften, um den Abstand zu wahren. Rund 100 Besucher kamen.

Christvesper aus Frauenkirche nach Hiroshima übertragen

Versammeln sich normalerweise Tausende auf dem Neumarkt vor der Dresdner Frauenkirche für die Christvesper, wurde die Weihnachtliche Vesper coronabedingt aufgezeichnet und online übertragen. Wie die Stiftung Frauenkirche mitteilte, nutzten mehr als 27 000 Menschen das Angebot. Die Vesper wurde unter anderem in Österreich, Frankreich, Italien und selbst in Kanada oder Hiroshima mitgefeiert, hieß es. Zu den Gottesdiensten an Heiligabend wurden erstmals seit dem Weihejahr 2005 wieder Einlasskarten ausgegeben, auf Gesang, Chor- und Ensemblemusik wurde verzichtet. In den nächsten Tagen steht die Frauenkirche für kurze Momente der persönlichen Andacht offen.

Von dpa