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Lokales Dresdner Hilfsorganisation baut Brunnen für geflüchtete Rohingya
Dresden Lokales Dresdner Hilfsorganisation baut Brunnen für geflüchtete Rohingya
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11:46 17.07.2018
Ein Kind der muslimischen Minderheit der Rohingya schaut in einem Flüchtlingslager Männern beim Arbeiten zu.
Ein Kind der muslimischen Minderheit der Rohingya schaut in einem Flüchtlingslager Männern beim Arbeiten zu. Quelle: Wong Maye-E/AP/dpa
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Dresden/Cox's Bazar

Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa baut im Flüchtlingscamp Kutupalong in Bangladesch Brunnen. In der Region leben derzeit rund 970.000 Menschen der muslimischen Minderheit Rohingya, die vor Repressionen aus Myanmar geflüchtet sind, wie die Hilfsorganisation am Dienstag in Dresden mitteilte. Sie sprach vom größten Flüchtlingscamp der Welt. Dessen Bewohner seien in Notunterkünften dem nun einsetzenden Monsun schutzlos ausgeliefert. Auch ihre Versorgung mit Trinkwasser sei in Gefahr. Deshalb habe man einen akuten Nothilfe-Einsatz begonnen.

Vier Tiefbrunnen mit Handpumpe und Waschplatz sollen an strategisch wichtigen Stellen im Camp gebaut werden und 3000 Menschen versorgen, hieß es. Da man die Wasserversorgung des Camps zu flach angelegt habe, drohten die derzeitigen Brunnen überschwemmt zu werden und zu kollabieren. „Die Notlatrinen stehen zu nah an den Brunnen und können überlaufen. Dann besteht Seuchengefahr“, erklärte die Ingenieurin Andrea Bindel, die den Einsatz in Bangladesch koordiniert.

Um die Tiefbrunnen instand zu halten, bildet arche noVa an jedem Standort „Wasserkomitees“ aus Bewohnern des Camps. Sie erhalten eine Ausbildung und Material, damit sie die Brunnen betreiben und bei Bedarf reparieren können. Die Hilfsorganisation rief zu Spenden auf.

dpa