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Lokales Dresdner Handwerks-Präsident fordert Kurswechsel von Berliner Koalition
Dresden Lokales Dresdner Handwerks-Präsident fordert Kurswechsel von Berliner Koalition
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22:28 05.03.2018
Quelle: dpa
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Dresden

Nachdem die SPD-Mitglieder mit ihrer Zustimmung zum Koalitionsvertrag den Weg für eine neue Regierung in Berlin freigemacht haben, stellt das Dresdner Handwerk klare Forderungen auf. „Damit haben wir – nach fast sechs Monaten politischem Stillstand auf Bundesebene – in Kürze wieder eine handlungsfähige Regierung, für diese gilt es nun, die Themen anzupacken“, sagte Kammerpräsident Jörg Dittrich am Montag.

Das ostsächsische Handwerk habe dabei eine klare Erwartungshaltung. Im Mittelpunkt stehe die „Stärkung der dualen Ausbildung und die zielgerichtete Investition in unsere Bildungsinfrastruktur“. Auch das lebenslange Lernen gehöre ebenso dazu wie ein zügiger und konsequenter Breitbandausbau, erklärte der Kammerchef. Zudem gelte es, eine zukunftsfeste und generationengerechte Alterssicherung zu gewährleisten. Dittrich: „Der Koalitionsvertrag hat positive Ansätze, diese müssen nun zeitnah angegangen werden.“

Der Dresdner Dachdeckermeister Jörg Dittrich ist Präsident der Handwerkskammer Dresden. Quelle: Kammer/André Wirsig

Mit Blick auf die aktuellen Personaldebatten im neuen Kabinett betont Dittrich: „Wichtig sind am Ende nicht die Personalien, sondern die bewegten Themen.“ Die neue Regierung wird sich daran messen lassen müssen, ob das im Grundgesetz verankerte Ziel der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Ost und West endlich erreicht wird.

Es gelte, heute und in Zukunft die Stärken der einzelnen Regionen konsequent zu fördern. „Wir fordern daher eine Abkehr von der Leuchtturmförderung hin zur gezielten Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen in den neuen Ländern“, sagte Dittrich.

Gerade um den ländlichen Raum, wie beispielsweise die Lausitz, zukunftsfest aufzustellen, bedarf es einer vielfältigen Branchenstruktur. „Hier ist das Handwerk als Motor für nachhaltiges Wachstum, Stabilitätsanker für gute Beschäftigung und Garant für eine hohe Ausbildungsleistung unabdingbar“, stellte Dittrich fest, der seit 2012 an der Spitze der Kammer steht.

Von I.P.