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Lokales Dresdner „Genuss-Atelier“ mit erstem Stern ausgezeichnet – ein Besuch
Dresden Lokales Dresdner „Genuss-Atelier“ mit erstem Stern ausgezeichnet – ein Besuch
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19:40 02.03.2019
Das Genuss-Atelier hat Ende Februar seinen ersten Michelin-Stern verliehen bekommen. Das Team: Ralf Briesning, Jonas Schäffler, Marcus Blonkowski, Nicole Blonkowski (v.l.) Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Das „Genuss-Atelier“ rangt seit Ende Februar in der Riege der Sterne-Lokale. Als „modern, ausdrucksstark & preislich fair“ wird es im neuen Guide Michelin beschrieben. Das Restaurant am Waldschlösschen wurde im November 2014 von den Geschwistern Nicole (30) und Marcus (32) Blonkowski eröffnet. Er kümmert sich um die kulinarischen Raffinessen des Lokals, sie um den tadellosen Service.

Die Auszeichnung war für das ganze Team eine große Überraschung. Sogar die geplante Geburtstags-Reise von Nicole Blonkowski nach Barcelona musste abgesagt werden. „Das ist eine große Sache, das ist die höchste Auszeichnung, die einem in diesem Bereich verliehen werden kann“, erklärt Marcus Blonkowski.

„Breite Masse ansprechen“

Doch ändern wird sich hier auch mit dem neuen Stern nichts. „Der Stern ist schön und gut, aber das wichtigste ist, dass das Restaurant voll ist. Wir wollen eine breite Masse ansprechen und niemanden ausgrenzen. Das hier ist nicht nur für Schlips und Hemd“, so der Koch weiter. Dabei steht in der Küche die Frische der Speisen im Vordergrund. Vom Brot über die Pasta, bis hin zum Eis ist hier alles handgemacht. Aus einfachen Produkten entstehen innovative und erschwingliche Speisen. Ein Drei-Gänge-Menü gibt es schon für 39 Euro und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Bodenständigkeit – genau das ist es, was das Genuss-Atelier ausmacht. Das wird schon beim Betreten des Restaurants klar. Hier mutet nichts steif oder etepetete an. Stattdessen altes Sandsteingewölbe, entspannte Musik, warmes Licht und ungezwungenes Ambiente – fast wie zu Hause im Wohnzimmer.

„Der Stern schreckt ab“

Doch das Team vom Genuss-Atelier sieht die Publicity des Sterns auch mit einem kritischen Auge. Seit der Auszeichnung gab es natürlich unzählige Reservierungen – aber eben auch einige Stornierungen. „Der Stern schreckt ab“, vermuten die Blonkowskis. Als Grund dafür sehen sie vor allem das Preisdenken vieler. „Gerade der Osten ist in diesem Bereich sehr vorurteilsbehaftet.

Die Leute geben hier nicht so viel für Essen aus. Mit dem Stern werden steigende Preise vermutet“, so der 32-Jährige Marcus. Genau das ist auch der Grund, warum im Genuss-Atelier so viel Wert auf eine gleichbleibende Philosophie und Preispolitik gelegt wird.

Kritsch sehen die Inhaber auch die gesellschaftlichen Aspekte in diesem Bereich. Die Gastronomie ist ein bedeutender Wirtschaftszweig und gerade Auszeichnungen wie der Michelin-Stern bringen den Tourismus nach vorn. Doch von der Politik kommt hier nicht viel. Wenigstens ein „Herzlichen Glückwunsch! Schön, dass ihr da seid“, hätte sich Nicole Blonkowski von Seiten der Stadt gewünscht. „Wenn hier eine riesige neue Fabrik gebaut wird, ist der Bürgermeister ja auch vor Ort und macht den ersten Spatenstich“, so Marcus Blonkowski weiter.

Vita der Inhaber

Auf die Frage, wie es dazu kam, dass die Geschwister ein Restaurant gründeten entgegnete Nicole Blonkowski lachend: „Aus dummen Gerede wurde irgendwann Ernst.“ Ihre Ausbildung machten beide an der damaligen HOGA Schloss Albrechtsberg. Er zum Koch, sie zur Hotelfachfrau.

Danach gingen beide in Sternelokale „um sich den letzten Schliff zu holen“. Marcus kochte unter anderem in Wien im Zwei-Sterne-Restaurant Palais Coburg, Nicole verschlug es ins Saarland zu Drei-Sterne-Koch Christian Bau. Wie man unlängst sehen kann, hat der letzte Schliff gesessen.

Von Franziska Gleißner

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