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Lokales Wahlprogramm: Dresdner CDU denkt an 365-Euro-Ticket
Dresden Lokales Wahlprogramm: Dresdner CDU denkt an 365-Euro-Ticket
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08:58 23.03.2019
Die Angebote des ÖPNV sollen nach Vorstellung der CDU 365 Euro im Jahr kosten. Quelle: Anja Schneider
Dresden

„Gut. Besser. Lebenswert. Gemeinsam für Dresden“ ist das Kommunalwahlprogramm des CDU-Kreisverbandes Dresden überschrieben, das der Kreisparteitag am Freitagabend verabschiedet hat. Seit mehr als drei Jahren debattiert die Kreis-CDU innerhalb des Quo-Vadis-Prozesses über die Themen für den Wahlkampf, erklärte Kreisvorsitzender Christian Hartmann.

Keine Kooperation mit AfD und Linken

Ziel der Christdemokraten sei es, die stärkste politische Kraft in Dresden zu bleiben und die Stadt mit einer bürgerlichen Mehrheit zu gestalten. Wobei die AfD nicht zu den möglichen Partnern zählt, wie Hartmann und auch Stadtratsfraktionsvorsitzender Jan Donhauser betonten. „Es wird keine Kooperation mit der AfD geben“, bekräftigte Donhauser, aber auch mit den Linken werde die CDU nicht zusammenarbeiten. Mit Grünen und SPD sei es dagegen durchaus möglich, bürgerliche Themen zu bearbeiten.

Die CDU verstehe sich nicht als Schulmeister, der den Bürgern vorschreibe, wie sie zu leben haben. „Wir wollen so wenig wie möglich reglementieren“, erklärte Donhauser, „sondern die Menschen dazu motivieren, Dinge wie den Klimaschutz Ernst zu nehmen.“

Der Rückbau von Straßen bringe nicht mehr Menschen dazu, die Angebote des ÖPNV zu nutzen. „Wir wollen ein Jahresticket einführen, dass 365 Euro kostet“, kündigte Donhauser an. Viele Parteien hätten Vergünstigungen für einzelne Personengruppen im Blick. „Wir wollen an die denken, die arbeiten gehen. Mit einem Ticket, das einen Euro am Tag kostet, würden einige Autofahrer öfter auf die Straßenbahn umsteigen.“

Fernsehturm mit Betreiberkonzept findet Unterstützung

Die CDU sei mit dem Vorstand der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Gespräch, um die Finanzierung des Tickets auf ein solides Fundament zu stellen. Schließlich müssten die DVB weiter in ihr Netz investieren und dafür die Mittel zur Verfügung haben.

Lange hat die CDU der Sanierung des Fernsehturms skeptisch gegenübergestanden. „Wenn aber Bundesmittel fließen, werden wir die Pläne unterstützen. Voraussetzung ist ein vernünftiges Betreiberkonzept“, erklärte der Fraktionsvorsitzende.

Beim Thema Wohnen werde die CDU die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden keineswegs rückabwickeln, aber nicht nur auf den kommunalen Wohnungsbau setzen, sondern auf das Zusammenspiel verschiedener Akteure auf dem Wohnungsmarkt, so Hartmann.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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