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Lokales Dresdens Oberstaatsanwalt ist auch leidenschaftlicher Maler
Dresden Lokales Dresdens Oberstaatsanwalt ist auch leidenschaftlicher Maler
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09:09 05.02.2019
„Dresdner Morgen – Über den Wolken“ : Wolfgang Schwürzer, Leitender Oberstaatsanwalt und begeisterter Maler.
„Dresdner Morgen – Über den Wolken“ : Wolfgang Schwürzer, Leitender Oberstaatsanwalt und begeisterter Maler. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

„Ich lebe seit 1992 in Dresden und ich liebe diese Stadt. Es gibt hier so schöne Plätze, so tolle Motive.“ Wolfgang Schwürzer bringt seine Liebe zu Dresden zu Papier oder besser gesagt auf die Leinwand. 40 Bilder von ihm sind ab Mittwoch im Rahmen des Projekts „Kunst und Justiz“ im Dresdner Amtsgericht zu sehen.

„Kunst und Justiz“ stimmt in dem Fall wirklich, denn der 58-Jährige stellt da nicht nur als Maler aus, er arbeitet auch dort – als Leitender Oberstaatsanwalt. „Die Malerei ist für mich ein kreativer Ausgleich. Es entspannt mich, mich damit in meiner Freizeit zu beschäftigen und es macht mir Freude zu sehen, wie die Bilder entstehen“, sagt er.

Der Jurist hat eine künstlerische Ader, widmete sich aber in seiner Jugend mehr der Musik. Die Malerei kam erst später. „Vor etwa zehn Jahren habe ich begonnen, mich intensiv damit zu beschäftigen. Ich habe alles versucht und ausprobiert, auch abstrakte Malerei. Es war ein mühseliger Weg. Learning by Doing: Ich musste lernen, wie das mit dem Licht ist, der Perspektive, der Tiefe der Bilder und wie man Farben anmischt.“

Die Frauenkirche, die Oper, den Neumarkt

Farben sind ihm sehr wichtig. Wenn Farbe dann muss sie leuchten und strahlen , meint er, auch wenn seine Frau da wohl gelegentlich anderer Meinung ist.„Sie ist meine größte Kritikerin und sagt immer, sei zurückhaltender, zu viel Farbe wirkt erdrückend.“

Ob sehr farbig oder dezent und in welcher Technik auch immer, sein Lieblingsmodell bleibt konstant – Dresden. Oft sind es die gleichen Motive, die er malt – die Frauenkirche, die Oper, den Neumarkt - alles sehr vertraut, aber immer sind die Bilder anders, zeigen andere Sichtweisen und Details. „Ich kann da meine Stimmungen und meine Gefühle hineininterpretieren.“

Die geben den Bildern dann auch ihre Namen: „Heiter, teils wolkig“, „Kuss der Muse“, „Über den Wolken“ oder einfach „Märchenhaftes Dresden“. Wolfgang Schwürzer ist eben Dresden-Fan. So um die 60 bis 70 Bilder hat er in den letzten Jahren gemalt, für sich selbst, Freunde oder Bekannte. Jetzt werden einige seiner Werke öffentlich gezeigt.

Wer in seinem vertrauten Dresden einmal auf Entdeckungsreise gehen möchte, sollte diese Ausstellung nicht verpassen. „Dresden BlauSchwarzRot bis spät der Morgen tagt“ ist ab Mittwoch bis zum 16. April im Amtsgericht auf der Roßbachstraße zu sehen.

Von Monika Löffler