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Lokales Dresden will Radschnellweg von Klotzsche zum Albertplatz untersuchen
Dresden Lokales Dresden will Radschnellweg von Klotzsche zum Albertplatz untersuchen
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18:42 05.12.2019
Wie hier zwischen Böblingen und Stuttgart sollen auch Radfahrer auf dem Weg von Klotzsche in die Dresdner Innenstadt eine eigene Trasse bekommen. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
Dresden

Wer mit dem Rad von Klotzsche in die Innenstadt gelangen will, der hat es nicht gerade einfach. „Es gibt zwar zwei vierspurige Straßen, aber keine einzige durchgehende Radverkehrsverbindung“, sagt Klemens Schneider, der für die Grünen im Stadtbezirksbeirat Neustadt sitzt. Seine Partei fordert deshalb, schleunigst einen Radschnellweg zwischen Klotzsche und dem Albertplatz auf den Weg zu bringen. Ein entsprechender Antrag hat im Neustädter Stadtbezirksbeirat nun die erste Hürde genommen.

Die Mühlen mahlen langsam

Was aber nicht heißt, dass das Vorhaben nun wirklich voran geht. Das liegt zum einen an den langsam mahlenden Mühlen der Kommunalpolitik. Den Antrag haben die Dresdner Grünen kurz vor der Kommunalwahl eingebracht, erst jetzt beschäftigen sich erste Gremien damit.

In der Zwischenzeit haben auch die Verkehrsplaner im Rathaus die Arbeit am Projekt aufgenommen. Dass etwa 20 000 Klotzscher keine vernünftige Radverkehrsverbindung in die Innenstadt haben, wird schließlich auch schon im 2017 verabschiedeten Radverkehrskonzept moniert. Dort werde zur Trassenuntersuchung eine Machbarkeitsstudie vorgeschlagen, sagt Klemens Schneider. „Die wollen wir auf den Weg bringen.“

Tatsächlich bereiten die Verkehrsplaner bereits eine Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg zwischen Klotzsche und dem Albertplatz vor, wie Stadtbezirksamtsleiter André Barth in Erfahrung gebracht hat. Eine entsprechende Aufgabenstellung sei inzwischen erarbeitet. Allerdings rechne man im Rathaus damit, ein Büro erst im Juni 2020 mit der Untersuchung beauftragen zu können. Ergebnisse werden wohl ein Jahr auf sich warten lassen.

Die komplizierte Suche nach der richtigen Trasse

Das ist viel Zeit, was Klemens Schneider umso mehr ärgert, weil Geld für einen Bau relativ einfach zu bekommen sei, wie er sagt. Der Bund habe eine 75-prozentige Förderung in Aussicht gestellt. Die gibt es allerdings nur für einen echten Radschnellweg. „Und da gibt es hohe Anforderungen an die Qualität“, wie Stadtbezirksamtsleiter Barth eine Antwort der Stadtverwaltung zitiert. Deshalb gebe es auch erst einen Förderantrag für einen Radschnellweg beim Bund.

Tatsächlich ist die Suche nach einer geeigneten Trasse kompliziert. Zwar gibt es dazu schon eine Untersuchung, die 2014 als Abschlussarbeit an der Technischen Universität Dresden entstanden ist. Dieser Vorschlag führt Radler vom Bahnhof Neustadt über den Dammweg, die Elisabeth-Boer-Straße, teils die Magazinstraße und durch bewaldetes Gebiet nach Klotzsche.

Kreuzungen, Brücken und Holperpflaster

Es gibt aber durchaus Zweifel, ob sich das bewerkstelligen lässt. So müsste die Stauffenbergallee irgendwie gequert werden, und das dem Konzept eines Radschnellweges entsprechend kreuzungsfrei. Wahrscheinlich funktioniert das nur mit einer Brücke, wie sie derzeit auch für den Weg von der Zwickauer Straße auf die Budapester Straße vorgeschlagen wird. Außerdem wird die Routenführung oberhalb der Elisabeth-Boer-Straße kompliziert.

Die Magazinstraße hat ein für Radfahrer untaugliches Pflaster, nördlich davon müsste eine Trasse mit der Mindestbreite von vier Metern an den Hellerbergen gefunden werden. Was auch immer die Planer in der Machbarkeitsstudie dazu vorschlagen – die Dresdner sollen rechtzeitig darüber informiert werden, wie André Barth aus einer Mitteilung aus dem Rathaus zitiert. Es sei eine frühzeitige Information geplant. Doch auch bis dahin wird es noch eine ganze Weile dauern.

Von Uwe Hofmann

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