Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresden will Modellstadt für Elektromobilität werden
Dresden Lokales Dresden will Modellstadt für Elektromobilität werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:38 19.04.2018
Tanken mit 55 Kilowatt: Die Stromtankstelle am Bahnhof Neustadt. Quelle: Dietrich Flechtner
Anzeige
Dresden

 Die Landeshauptstadt Dresden will Modellstadt Elektromobilität werden. Dieses Ziel formulierte die Stadtverwaltung auf Anfrage der DNN, doch der Weg ist noch weit: Zum 31. März waren in Dresden 413 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb zugelassen. Dabei handelte es sich um 318 Pkw, 40 Lkw und 65 sonstige Fahrzeuge. Insgesamt sind in Dresden 282 089 Fahrzeuge zugelassen. Heißt: Der Anteil der E-Fahrzeuge beträgt rund 0,15 Prozent.

Die Steigerungsraten sind noch minimal. Laut der Statistik der Verwaltung werden im Durchschnitt fünf bis sechs neue E-Fahrzeuge pro Monat zugelassen. Die Stadt will vor allem mit dem Aufbau sogenannter Mobilitätspunkte und der Ausrüstung der P + R-Plätze im Stadtgebiet die E-Mobilität fördern. Im Moment sind 30 neue Schnelllader in der Planung, mit denen Fahrzeuge mit 50 Kilowatt Ladeleistung geladen werden können, so die Verwaltung.

Anzeige

Dresden hat 58 Lademöglichkeiten, 78 weitere sind geplant

„Insgesamt ist der ökologische Fußabdruck eines E-Autos nicht besser als der eines Fahrzeugs mit modernem Benzinmotor“, erklärte Helfried Reuther, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Stadtrat. Insbesondere die Herstellung der Batterien sei sehr aufwendig und verursache einen hohen Kohlendioxidausstoß.

Die CDU hoffe auf eine rasante technische Entwicklung in den kommenden Jahren und unterstütze deshalb die Bestrebungen der Verwaltung, Modellstadt in Sachen Elektromobilität zu werden. Mit einem Antrag, der auf der aktuellen Stadtratssitzung behandelt werden soll, wird Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) aufgefordert, eine Liste von geeigneten Standorten für Ladestationen im Stadtgebiet zu erarbeiten. Im Dialog mit den Wohnungsunternehmen müsse auch über einen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf Anwohnerparkplätzen nachgedacht werden, fordert die CDU. „Das Laden ist bisher nur an ausgewählten Stellen in der Stadt möglich. Laternenparker haben dafür keine Gelegenheit. Das wollen wir ändern“, so Reuther.

58 Lademöglichkeiten in Dresden hat die Verwaltung auf Anfrage von Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion FDP/Freie Bürger, aufgelistet. Für 78 neue Ladepunkte seien Fördermittel beim Bund beantragt worden. Dresden als Stadt, in der der E-Golf gebaut wird, stünde eine Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität gut zu Gesicht, findet Reuther. „Unser Antrag soll das Ansinnen unterstützen.“

Es gehe aber nicht nur um E-Autos, sondern auch um Elektrofahrräder. So sollten Fahrradladestationen entlang der touristischen Fernradwege im Stadtgebiet installiert werden, fordern die Christdemokraten.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Lokales Von Dresden nach Brüssel – Christian Avenarius zieht Bilanz - „Ich würde wieder so abstimmen“
19.04.2018
Lokales Intendantin der Staatsoperette Dresden - Sozialdemokraten contra Kondaurow
18.04.2018