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Lokales Dresden will Energiewende-Labor für 50 Millionen Euro aufbauen
Dresden Lokales Dresden will Energiewende-Labor für 50 Millionen Euro aufbauen
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12:03 19.07.2019
Die Stadt Dresden will ein Energiewende-Labor für 50 Millionen Euro aufbauen. Dazu gehören sechs Solarthermie-Anlagen. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
Dresden

Die Stadt Dresden erhält ein 50 Millionen Euro teures Reallabor zur Energieforschung. Dort sollen zukunftsfähige Technologien für die Energiewende unter realen Bedingungen erprobt werden. Für den Aufbau des Labors mit dem Namen „City-Impuls“ kann die Stadt vom Bund bis zu 27 Millionen Euro Zuschuss bekommen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat am Donnerstag das Dresdner Labor-Konzept zu einem der Sieger des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ gekürt. Nun können die Förderanträge gestellt werden, um das Projekt zu verwirklichen.

Wie kann ökologische Wärmeversorgung funktionieren?

Deutschlandweit sollen 20 Reallabore entstehen, die verschiedene Lösungspfade für offene Probleme der Energiewende erforschen. Dazu gehören auch zwei weitere Reallabore mit sächsischer Beteiligung: „Green-Hydro-Chem Mitteldeutsches Chemiedreieck“ und „Referenzkraftwerk Lausitz“ erforschen Wasserstoff- und Energiespeichertechnologien.

„City-Impuls“ ist von der Landeshauptstadt, der Drewag, der TU Dresden und Industriepartnern erarbeitet worden. Ziel ist es, die Wärmeversorgung der Stadt Dresden effizienter zu gestalten – und so die Energiewende im Wärmesektor voranzutreiben. Insgesamt wird die Umsetzung des „City-Impulses“ rund 50 Millionen Euro kosten.

Mithilfe der Fördergelder kann die Projektgruppe jahrzehntelange Forschungen in die Praxis umsetzen. „Wir werden erste Schritte hin zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung gehen, ohne unsere Kunden mit Mehrkosten zu belasten“, betonte Dr. Rutger Kretschmer, Drewag-Bereichsleiter für Kraft- und Heizwerke.

Auch in der Uni freuen sich die Energieforscher: „Dieses Labor ist ein Meilenstein. Damit kommen wir der Wärmewende ein großes Stück näher“, meint „City-Impuls“-Koordinatorin Dr. Karin Rühling von der TU Dresden. „Wir hoffen, dass die Fördermittelbeantragung im Herbst 2019 erfolgreich ist. Dann können wir im nächsten Jahr pünktlich mit dem Projekt beginnen.“

Viel Potenzial für den Klimaschutz

Etwa 45 Prozent des Dresdner Heizwärmebedarfs werden derzeit mittels Fernwärme gedeckt. Um die Wärmeversorgung künftig noch umweltfreundlicher zu gestalten, sollen nun die Netzhydraulik optimiert und erneuerbare Energiequellen in das Fernwärmenetz integriert werden.

So ist geplant, sechs Solarthermie-Anlagen, Wärmepumpen und einen großen Wärmespeicher zu errichten. „Über die Umstellung veralteter dezentraler Heiztechnik und mit neuen Marktmodellen werden die Stadtwerke auch die Dresdner Bürger in das Transformationskonzept einbinden“, teilte die Projektgruppe mit.

Bis 2025 sollen die Teilprojekte von „City-Impuls“ abgearbeitet sein. Die Forschungsvision birgt viel Potenzial für den Klimaschutz: „Im Wärmesektor hat Dresden neben dem Verkehrsbereich die größten Möglichkeiten, etwas für den Klimaschutz zu tun“, so Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne). Mit „City-Impuls“ könne ein wichtiger Schritt zur Erreichung der städtischen Klimaziele getan werden.

Von Junes Semmoudi

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