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Lokales Dresden und die Welt im Jahr 2008
Dresden Lokales Dresden und die Welt im Jahr 2008
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06:32 09.04.2019
Helma Orosz, 2003-2008 sächsische Staatsministerin für Soziales, gewinnt 2008 die Oberbürgermeisterwahl in Dresden. Quelle: Seyboldtpress/Archiv
Dresden

1. Januar: Der „Starclub“ in Altbriesnitz wird in „Beatpol“ umbenannt.

16. Januar: Nach heftigen Protesten wird an der Bautzner Straßen eine heiß umstrittene Buche gefällt. Kämpfer von Robin Wood hatten den Baum, der dem Bau der Waldschlößchenbrücke geopfert werden soll, vor Wochen besetzt.

1. Februar: Ab sofort dürfen Sachsens Raucher ihren blauen Dunst nur noch unter freiem Himmel oder in separaten Räumen von Gaststätten (aber nicht in Diskotheken) ablassen.

Quelle: dpa-Zentralbild/Archiv

14. April: Georg Milbradt tritt zurück. Der sächsische Ministerpräsident kündigt für Ende Mai seinen Verzicht auf alle Ämter an. Er zieht damit nach monatelangen Debatten um seine Verantwortung für das Desaster bei der Landesbank die Konsequenzen. Nachfolger wird Finanzminister Stanislaw Tillich.

4. Juni: Richtfest für die stählerne Kuppel über dem kleinen Schlosshof. Die von Peter Kulka entworfene selbsttragende Stahlkonstruktion ist in dieser Form weltweit einmalig.

8. Juni: Oberbürgermeisterwahl in Dresden. Die CDU-Kandidatin Helma Orosz gewinnt mit 47,61 Prozent zwar die meisten Stimmen, verfehlt aber die absolute Mehrheit. Beim zweiten Wahlgang am 22. Juni – da genügt die einfache Mehrheit – lässt Orosz mit 64 Prozent der Stimmen den Kandidaten der Linken, Klaus Sühl (31 Prozent) klar hinter sich.

2. August: „Diva Maxima“ auf dem Theaterplatz. Die Diven Montserrat Caballé, Angelika Milster und Milva, die „Göttlichen“, setzen sich stimmgewaltig in Szene und präsentieren Chansons und Ohrwürmer aus Oper und Musicals.

7. August: Auf der Baustelle der Centrum-Galerie an der Prager Straße wird Richtfest gefeiert. Im Herbst 2009 soll der Einkaufstempel mit 120 Läden, Gastronomie-, Service- und Freizeitangeboten eröffnen.

12. August: Das Niedrigwasser bereitet den Binnenschiffern und der Weißen Flotte Sorgen. Der Elbepegel fällt auf 78 Zentimeter, normal sind zwei Meter.

29. August: Im Dresdner Zoo wird die neue, 3,5 Millionen Euro teure Giraffen- und Zebraanlage eröffnet. Nach einer Pause von 24 Jahren präsentiert der Zoo den Besuchern nun wieder Giraffen. Die Bullen Ulembo und Abidemi, die seit Mitte August in Dresden sind, verstehen sich prächtig und fühlen sich in der neuen Anlage sichtlich wohl.

31. August: Start für die Festwoche 600 Jahre Laubegast.

Im September werden der Kulturpalast, die Neue Mensa, die Schwimmhalle Freiberger Straße, das Schokopack-Hochhaus in Reick, das Ruderzentrum Blasewitz und die Glasfenster der ehemaligen Gaststätte „Szeged“ unter Denkmalschutz gestellt.

13. Oktober: Der Chipgigant Qimonda fährt enorme Verluste ein und will an seinem Standort in Dresden 950 von 3000 Mitarbeitern entlassen. Während die Konzernleitung mit dem Betriebsrat bereits über einen Sozialplan berät, kämpfen Gewerkschafter und Politiker in den folgenden Wochen um die Rettung des Standortes.

18. Oktober: Der historische Wiederaufbau des Neumarktes wird als beste Rekonstruktion eines historischen Zentrums im Europa der letzten 25 Jahre ausgezeichnet.

30. Oktober: Im Residenzschloss wird die Ausstellung „Goldener Drache – Weißer Adler: Kunst im Dienste der Macht am Kaiserhof von China und am sächsisch-polnischen Hof (1644–1795)“ eröffnet.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden kooperieren mit zwei der berühmtesten Galerien der Welt. Im Beisein von König Juan Carlos I. wird am 4. November im Madrider Prado die Ausstellung „Zwischen Göttern und Menschen“ eröffnet. Sie präsentiert 46 Spitzenwerke der Dresdner und 20 Antiken des Madrider Bestandes.

Ab 12. November sind in der St. Petersburger Eremitage etwa 50 Bilder aus der Galerie Neue Meister, darunter Werke, die vor 50 Jahren nach Dresden zurückkamen, zu sehen.

12. bis 25. November: Im Dresdner Kongresszentrum findet die 38. Schacholympiade statt. Insgesamt gehen 1270 Spieler (548 Frauen und 722 Männer) aus 141 Ländern an den Start.

7. Dezember: Die deutsche Sektion des internationalen Kritikerverbandes AICA hat das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zum Museum des Jahres 2008 erkoren. In der Schlosskapelle des Residenzschlosses nimmt Direktor Prof. Wolfgang Holler die Auszeichnung entgegen.

19. Dezember: „Stadtneurotiker Woody Allen jazzt im Kulturpalast. Der bekannte Regisseur und Schauspieler versetzt mit seiner Klarinette und seiner „New Orleans Jazz Band“ das Dresdner Publikum in beste Swing-Laune.

Deutschland, Europa und die Welt

Januar bis Dezember: Die Finanzkrise ab 2007 belastet die Weltwirtschaft.

1. Januar: Fall des Briefmonopols der Deutschen Post AG.

3. Februar: Bei einem Wohnhausbrand in Ludwigshafen am Rhein kommen neun Menschen ums Leben, 60 Personen werden verletzt.

10. Februar: Aus dem Züricher Kunstmuseum werden vier Gemälde der Maler Claude Monet, Vincent van Gogh, Edgar Degas und Paul Cézanne im Gesamtwert von 180 Millionen Schweizer Franken gestohlen. Acht Tage später findet die Polizei zwei Werke, der Verbleib der beiden anderen ist unklar.

24. Februar: Raúl Castro wird in Kuba vom Parlament sowohl zum Staatsoberhaupt als auch zum Regierungschef gewählt. Sein erkrankter Bruder Fidel Castro hatte zuvor den Verzicht auf eine weitere Kandidatur erklärt.

2. März: Bei den russischen Präsidentschaftswahlen gewinnt Dmitri Medwedew mit knapp 70 Prozent der Stimmen.

27. April: Der Volksentscheid zum Erhalt des Flughafens Berlin-Tempelhof wird aufgrund unzureichender Wahlbeteiligung abgelehnt.

29. April: Der Inzestfall Josef Fritzl wird entdeckt. Elisabeth F., im Jahr 2008 42 Jahre alt, wurde 24 Jahre lang von ihrem Vater im Keller des Wohnhauses der Familie eingesperrt und bekam von ihm sieben Kinder.

20. Juni: Die Europäische Union hebt die seit 2003 bestehenden Wirtschaftssanktionen gegen Kuba auf.

6. Juli: Rafael Nadal besiegt Roger Federer im Finale der Wimbledon Championships nach fast fünf Stunden mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7, 9:7.

15. bis 20. Juli: Weltjugendtag 2008 in Sydney.

7. August: An der Grenze von Georgien zu Südossetien beginnt mit dem Einsatz militärischer Verbände Georgiens der Kaukasuskrieg.

8. bis 24. August: Olympische Sommerspiele in Peking. Die Spiele in China stoßen wegen der dortigen Menschenrechtsverletzungen auf viel Kritik. Erfolgreichster Sportler der Spiele ist der amerikanische Schwimmer Michael Phelps, der achtmal an den Start geht und acht Goldmedaillen gewinnt.

31. Oktober: Der Verkehrsflughafen Tempelhof in Berlin wird geschlossen.

4. November: Barack Obama wird als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

Barack Obama, der neue Präsident der USA, winkt während seiner Siegesfeier in Chicago, Illinois, seinen Anhängern zu. Quelle: EPA/Tannen Maury/Archiv

27. Dezember: Nach tagelangem Beschuss israelischer Städte durch Hamas-Raketen bombardiert die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen. Damit ist der Konflikt zwischen Hamas und Israel erneut offen ausgebrochen.

Gestorben sind 2008 unter anderem Bergsteiger Edmund Hillary, der Modeschöpfer Yves Saint Laurent, die Schauspieler Marianne Kiefer, Paul Newman, Charlton Heston, Richard Widmark, Horst Tappert, Roy Scheider, Mel Ferrer, Günter Schubert, die Schriftsteller Alexander Solschenizyn, Dieter Noll, Jochen Petersdorf, die Regisseure Sydney Pollack, Jules Dassin, die Musiker Miriam Makeba,

Von Monika Löffler

Am Montagmorgen hatte der ADFC noch einmal auf die Probleme für Radfahrer an der St. Petersburger Straße hingewiesen. Nun kündigte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain überraschend Konsequenzen an.

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