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Lokales Dresden und die Welt im Jahr 2004
Dresden Lokales Dresden und die Welt im Jahr 2004
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06:14 06.03.2019
Der knapp fünf Meter hohe goldene Rathausmann verlässt am 20. August für eine Verjüngungskur den Rathausturm. Quelle: Oliver Killig/Archiv
Dresden

16. Januar: „So geht’s abwärts“ meinen 5000 Studenten und protestieren lautstark vor dem Landtag gegen den Sparkurs in der Hochschulpolitik. Zeitgleich stören Studenten die aktuelle Landtagsdebatte durch lautes Klatschen, so dass diese unterbrochen werden muss. Der hämische Beifall gilt vor allem. Bildungsminister Matthias Rößler.

4. Februar: Ein Brand legt am Vormittag den Zugverkehr im Hauptbahnhof komplett lahm. Das Feuer bricht bei Flexarbeiten an der Metallkonstruktion auf dem Dach der Mittelhalle aus. Etwa 800 Personen müssen den Bahnhof vorübergehend verlassen, verletzt wird niemand.

1. April: Nach zwölf Jahren Pause gastiert das Zirkusunternehmen Sarrasani erstmals wieder in Dresden und das gleich an zwei Orten. André Sarrasani präsentiert sein neues Programm am Ferdinandplatz und auf dem „Elbsegler“ am Hotel „Bellevue

19. April: Die Dresdner Vogelwiese hat einen neuen Standort. Sie ist auf eine fast 30 000 Quadratmeter große Fläche an der Marienbrücke gezogen.

20. April: Die Marienbrücke geht planmäßig mit vier neuen Eisenbahngleisen in Betrieb. Täglich rollen 300 Züge über die Elbquerung

25. April: 2400 Besucher drängen sich am Schloss und warten mehrere Stunden, auf die Eröffnung des neuen Kupferstichkabinetts.

28. April: Auf der Cockerwiese macht die größte mobile Meerestierschau aller Zeiten Station. „Sea-Life“ präsentiert in seinen Containerbauten den Atlantik sowie Nord- und Ostsee im Miniformat. 3000 Tiere – Haie, Muränen, Rochen, Dorsche, Langusten, Hummer, Wolfsbarsche, Seepferdchen – tummeln sich im Wasser.

6. Mai: Drei Jahre nach dem ersten Spatenstich wird das 75,6 Millionen Euro teure Congress Center eröffnet. Mit dem „ICC“, zu dem der große Saal für 4150 Personen sowie 21 weitere Veranstaltungsräume gehören, soll Dresden als internationale Kongressstadt wettbewerbsfähig werden.

2. Juni: Prozessauftakt gegen den Kofferbomber vom Hauptbahnhof. Der 63-Jährige steht wegen mehrfachen versuchten Mordes vor dem Landgericht und schweigt. Er soll die Kofferbombe auf dem Bahnhof deponiert haben, um 50 Millionen Euro zu erpressen.

11. Juni: Am Wiener Platz wird der Grundstein für ein Kugelhaus gelegt. Für 16 Millionen Euro entsteht eine Nachbildung des Kugelhauses, das in den 30er Jahren im Ausstellungsgelände am Straßburger Platz stand.

13. Juni: Bei der Stadtratswahl verfehlt die ehemalige „bürgerlichen Mehrheit“ von 1999 (CDU, FDP, DSU und Freie Bürger) mit 29 Sitzen deutlich die Mehrheit. SPD, Grüne und PDS kommen auf 34 Sitze.

2. Juli: Das Welterbekomitee der UNESCO nimmt die 20 Kilometer lange Flusslandschaft der Elbe zwischen Söbrigen im Südosten und Übigau im Nordwesten Dresdens in die Liste der weltweit herausragenden Kulturgüter auf.

20. August: Der „Goldene Rathausmann“ wird vom Turm geholt. Zwecks Sanierung wird das 4,90 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt demontiert. Im Inneren werden zwei Schatullen mit Fotos, Münzen und Zeitungen vom Erbauungsjahr 1908 gefunden.

20. August: Der historische Gasthof „Donath’s Neue Welt“ in Tolkewitz brennt ab.

8. September: Mit einem Festakt wird das „Neue Grüne Gewölbe“ im rekonstruierten Westflügel des Schlosses eröffnet. Das historische „Grüne Gewölbe“ soll in zwei Jahren mit seinen originalen Täfelungen, Spiegeln und Konsolen als barockes Gesamtkunstwerk zu bewundern sein.

19. September: Auch bei der Landtagswahl stürzen die Christdemokraten von etwa 56 Prozent auf rund 40 Prozent ab. Hoch erfreut sind die Grünen mit 11,1 Prozent. Die SPD rutscht unter die 10-Prozent-Marke und die NPD bekommt etwas mehr als 9 Prozent. Die FDP erreicht 5,1 Prozent. Die CDU akzeptiert die SPD als Koalitionspartner.

25. November: Das Landgericht Berlin verbietet die Dresdner Aufführung des Hauptmann-Stücks „Die Weber“ wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht. Grund waren verbale Attacken gegen Prominente und Politiker in der Inszenierung von Volker Lösch.

22. Dezember: Das A 17-Teilstück zwischen Gorbitz und der Südvorstadt wird freigegeben. Die Tunnel-Brücke-Tunnel-Kombination über das Weißeritztal ist mit 266 Millionen Euro das bisher teuerste Teilstück.

Deutschland, Europa und die Welt

4. Februar: Mark Zuckerberg, Student an der Harvard University, startet das Unternehmen Facebook als Plattform für Kontakte der Kommilitonen untereinander.

6. Februar: Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt seinen Rücktritt vom Parteivorsitz der SPD zu Gunsten von Franz Müntefering.

9. Februar: In einem Interview mit dem Fernsehsender NBC gibt US-Präsident George W. Bush zum ersten Mal zu, dass Zweifel an Geheimdienstberichten über Massenvernichtungswaffen im Irak gerechtfertigt sind.

11. März:Terroranschläge in Madrid. Bei einer Serie von zehn durch islamistische Terroristen ausgelösten Bombenexplosionen in mehreren Vorortzügen werden 191 Menschen getötet und 2051 verletzt, 82 davon schwer.

14. März: Wladimir Putin wird als Präsident Russlands in seinem Amt bestätigt.

3. April: Etwa 500 000 Menschen demonstrieren in Berlin, Köln und Stuttgart gegen den Reformkurs der deutschen Bundesregierung.

1. Mai: Die Europäische Union wird um zehn Mitglieder erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Republik Zypern.

5. Mai: „Junge mit Pfeife“ von Pablo Picasso wird bei Sotheby’s für die Rekordsumme von 104,168 Millionen Dollar versteigert.

14. Mai: Königliche Hochzeit in Dänemark zwischen Kronprinz Frederik und der Australierin Mary Donaldson.

22. Mai: Königliche Hochzeit in Spanien zwischen Kronprinz Felipe und der früheren Fernsehmoderatorin Letizia Ortiz.

23. Mai: Horst Köhler wird zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

6. Juni: 60. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie. Erstmals nimmt mit Gerhard Schröder ein deutscher Bundeskanzler an den Gedenkfeiern in der Normandie teil.

1. Juli: Gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein wird Anklage erhoben.

4. Juli: Knapp drei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September wird auf Ground Zero in New York der Grundstein für das 541 Meter hohe „One World Trade Center“, Kernstück des neuen World Trade Centers, gelegt. Tatsächlicher Baubeginn ist erst 2006.

4. Juli: Griechenland unter Trainer Otto Rehhagel wird mit einem 1:0 gegen Portugal erstmals Fußball-Europameister.

9. August: In Deutschland, vor allem in Ostdeutschland, demonstrieren etwa 50 000 Menschen gegen die Hartz-IV-Gesetze. Mehrere Wochen lang gehen jeden Montag Zehntausende auf die Straße.

22. August: Bei einem bewaffneten Raubüberfall entwenden maskierte Täter die beiden Gemälde „Der Schrei“ und „Madonna“ von Edvard Munch aus dem Munch-Museum Oslo, während gleichzeitig an anderer Stelle in Oslo ein Überfall auf einen Geldtransporter stattfindet, im Verlaufe dessen ein Polizist erschossen wird. Die Täter werden 2006 gefasst, die Gemälde sind jedoch schwer beschädigt.

1. September: Bewaffnete tschetschenische Terroristen besetzen eine Schule in der nordossetischen Stadt Beslan und nehmen circa 1200 Menschen als Geiseln. Drei Tage später stürmen russischen Spezialeinheiten die Schule und befreien die Geiseln, dabei kommen circa 340 Menschen kommen ums Leben.

2. September: Bei einem Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar werden Tausende von Büchern durch Feuer, Rauch und Löschwasser beschädigt.

Bei einem Brand in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar werden der Rokokosaal und wertvolle Buchbestände zerstört. Quelle: Archiv/dpa

2. November: George W. Bush wird erneut für vier Jahre zum US-Präsidenten gewählt.

2. November: Auf offener Straße wird in Amsterdam der Filmemacher Theo van Gogh durch einen islamischen Extremisten niedergestochen und erschossen. In der Folge werden mehrere Moscheen und islamische Schulen in den Niederlanden angezündet.

14. Dezember: In Südfrankreich wird der „Viaduc de Millau“ eingeweiht, der mit 343 Metern Höhe seines Pfeilers „P2“ das höchste Brückenbauwerk der Welt ist.

26. Dezember: Durch ein Erdbeben im Indischen Ozean mit Epizentrum nahe Sumatra und der Stärke 9,1 auf der Richterskala kommt es zu einer bis zu zehn Meter hohen Flutwelle (Tsunami), der Küstengebiete in weiten Teilen von Indien, Sri Lanka, Thailand, Malaysia und vor allem Indonesien verwüstet. Es kommen circa 230 000 Menschen ums Leben.

Ein Tsunami verwüstet am 26. Dezember Küstengebiete in Indonesien, Thailand, Indien, Sri Lanka und Malaysia. Quelle: Archiv/dpa

Gestorben sind 2004 unter anderem die Schauspieler Marika Rökk, Janet Leigh, Peter Ustinov, Marlon Brando, Christopher Reeve und O. W. Fischer, der Fotograf Helmut Newton, die Musiker Laura Branigan, Ray Charles, Sacha Distel und Johnny Bristol, und die Politiker Ronald Reagan und Jassir Arafat.

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Von Monika Löffler

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