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Lokales Dresden und die Welt im Jahr 1983
Dresden Lokales Dresden und die Welt im Jahr 1983
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09:03 19.11.2018
Ein Bauzaun prägt 1983 das Bild auf dem Theaterplatz: 1977 war der Grundstein für den Wiederaufbau der Semperoper gelegt worden – unter der Leitung von Chefarchitekt Wolfgang Hänsch wird die Oper rekonstruiert und der Zuschauerraum erweitert. 1985 folgt die Wiedereröffnung. Quelle: Archiv/Gabriele Müller
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Dresden

1983 finden in Dresden Dreharbeiten zum Fernsehmehrteiler „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ statt. Bevorzugte Objekte sind die Brühlsche Terrasse, das Georgentor und der Stallhof.

Am 1. März wird das Filmtheater „Faunpalast“ nach einjährigen Rekonstruktionsarbeiten neu eröffnet. Das Kinogestühl wurde erneuert, die Saaldecke verändert, die defekte Heizung repariert und die Wände mit einer verbesserten akustischen Bespannung versehen.

Am 5. Mai stirbt DSC-Fußballikone Richard Hofmann. Hofmann begann 1913 seine Fußballkarriere bei Meerane 07. 1928 holte Jimmy Hogan, der englische Trainer des Dresdner SC, Hofmann nach Dresden. Hier wurde er zu „König Richard“ und einem Idol der Massen. Seinen Dresdner SC führte er zu Meisterschaften und Pokalsiegen. Nach Ende seiner Fußballkarriere arbeitet er als Trainer.

Sachsens Fußball-König Richard Hofmann stirbt in Freital. Quelle: LVZ-Archiv/Repro Sahling

Im Juli besucht der bayrische Ministerpräsident Franz Josef Strauß (CSU) im Rahmen seiner DDR-Reise Dresden

Am 10. Juli geht der Kirchentag der sächsischen Landeskirche zu Ende. Mehr als 100 000 Menschen haben an dem Ereignis teilgenommen.

Am 6. Oktober wird die neue Strecke für die Straßenbahn-Linien 7, 10 und 17 zwischen Wölfnitz (neue Gleisschleife) und Cotta ferigegeben.

Ebenfalls am 6. Oktober eröffnet die Gruppe „Schicht“ das Kleine Theater Reick mit ihrem Programm „Heimatkunde“ und etabliert bis 1990 vor allem eine politische Bühne.

1983 wird der gestufte Anbau an der Rückseite des Polizeipräsidiums an der Schießgasse fertig gestellt, bekommt das Japanische Palais ein neues Kupferdach, erscheint das erste Exemplar der Reihe „Dresdner Hefte“, wird der „Club Aquarium“ als Club der Wasserwirtschafts-Studenten auf dem Dach des Wohnheimes Leningrader Straße eröffnet und das Gottfried-Herder-Oratorium „Stimmen der Völker“ von Rainer Kunad uraufgeführt, spätere Werke Kunads fallen der Zensur zum Opfer.

Deutschland, Europa und die Welt

19. Januar: Klaus Barbie, früherer Gestapo-Chef in Lyon und ein als Schlächter von Lyon bezeichneter NS-Kriegsverbrecher, wird in Bolivien festgenommen, wo er als Klaus Altmann lebte.

1. März: Einführung der Uhrenmarke Swatch

125 Jahre DNN

Alle Artikel der DNN-Serie finden Sie im Special!

6. März: Bei den vorgezogenen Neuwahlen zum 10. Bundestag erreicht die CDU/CSU 48,8 Prozent der Stimmen. Die FDP erzielt 6,9 Prozent. Die SPD fällt mit 38,2 Prozent erstmals seit 1965 unter die 40-Prozent-Marke. Zum ersten Mal ziehen die Grünen mit 5,6 Prozent der Stimmen in den Bundestag ein.

7. März: Der Fußballer Lutz Eigendorf stirbt in einem Krankenhaus an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls. Er war am 5. März mit seinem Wagen in Braunschweig von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Defensivspieler des BFC Dynamo, der sechs Länderspiele für die DDR-Nationalmannschaft bestritt, hatte sich im Frühjahr 1979 bei einem Freundschaftsspiel in die Bundesrepublik abgesetzt und war auch nach seiner Flucht von der Stasi ausgespäht worden. Obwohl Beweise hierfür fehlen, nähren die nicht restlos geklärten Umstände des Unfalls den Verdacht, Eigendorf sei vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ermordet worden.

18. April: Ein Mann verübt im Libanon ein Selbstmordattentat auf die US-Botschaft in Beirut. 63 Menschen sterben, etwa 120 werden verletzt. Eine pro- iranische Gruppe namens „Islamistische Dschihadorganisation“ übernimmt in einem Telefonanruf bei einer Nachrichtenagentur direkt nach dem Attentat die Verantwortung für den Anschlag.

25. April: Das deutsche Magazin „Stern“ gibt exklusiv den Fund der Hitler-Tagebücher bekannt. Sie werden wenige Wochen später als Fälschung Konrad Kujaus enttarnt.

6. Juni: Der Spiegel titelt „Tödliche Seuche AIDS: Die rätselhafte Krankheit“. AIDS tritt in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit in Deutschland.

29. Juni: Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Franz Josef Strauß erreicht, dass die deutsche Bundesregierung für einen von ihm vermittelten Milliardenkredit an die DDR bürgt. An der Spitze der kreditgebenden Bankengruppe steht als Konsortialführer die Bayerische Landesbank.

15. Juli: Die armenische Untergrundorganisation Asala verübt einen Bombenanschlag im Flughafen Paris-Orly. Beim Abfertigungsschalter einer türkischen Fluggesellschaft sterben dadurch acht Menschen, mehr als fünfzig werden verletzt.

17. Juli: Eine Feierliche Deklaration zur Europäischen Union wird unterzeichnet.

20. Juli: Die deutsche Bundesregierung beschließt die Einführung von bleifreiem Benzin an den Tankstellen ab 1. Januar 1986 und dass alle Neuwagen mit einem Katalysator ausgerüstet sein müssen.

22. Juli: Beendigung des Kriegsrechts in Polen

1. September: Die sowjetische Luftwaffe schießt bei Sachalin eine vom Kurs abgekommene Boeing 747 der Korean Airlines, KAL007, ab. Alle 269 Insassen sterben dabei.

21. September: Das 800 Gramm schwere Mobiltelefon „Motorola DynaTAC 8000X“ wird in den USA als weltweit erstes Handy verkauft.

26. September: Oberstleutnant Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow, leitender Offizier in der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung, stuft einen vom System gemeldeten Angriff mit Nuklear-Raketen korrekt als Fehlalarm ein und verhindert damit womöglich einen Atomkrieg.

2. Oktober: Das Internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe tritt in Kraft.

22. Oktober: Über eine Million Menschen versammeln sich in Hamburg, West-Berlin und Bonn und bilden eine 108 Kilometer lange Menschenkette von Stuttgart nach Neu-Ulm, um für Frieden und Abrüstung und gegen die Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses zu demonstrieren. Es ist der Höhepunkt der westdeutschen Friedensbewegung.

23. Oktober: Bei einem Anschlag auf einen US-Stützpunkt in Beirut werden 241 US-Marines und 58 französische Fallschirmjäger getötet.

25. Oktober: Die USA besetzen die Insel Grenada.

25. Oktober: Konzert „Rock für den Frieden“ im Palast der Republik: Bei dem Konzert darf Udo Lindenberg auftreten. Seinen einzigen Auftritt in der DDR hat sein Hit „Sonderzug nach Pankow“ ausgelöst, in dem der Sänger ironisch an Staatschef Erich Honecker appelliert.

Udo Lindenberg im Palast der Republik, sein einziger Auftritt in der DDR. Quelle: dpa/Archiv

22. November: Der Deutsche Bundestag billigt die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen (Pershing 2 und Marschflugkörper) in der Bundesrepublik im Zuge des NATO-Doppelbeschlusses. Tausende Raketengegner demonstrieren illegal in der Bonner Bannmeile und werden von der Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas auseinandergetrieben.

26. November: Bei einem Raubüberfall auf ein Lagerhaus beim Flughafen London-Heathrow erbeuten mehrere Täter 6800 Goldbarren im Gesamtgewicht von drei Tonnen sowie Diamanten. Es ist mit einem geschätzten Beutewert von 25 Millionen Pfund Sterling der bis dahin größte Raub in der britischen Kriminalgeschichte.

1983 erhält Lech Walesa den Friedensnobelpreis, gibt der fünffache Wimbledon-Sieger Björn Borg seinen Rücktritt bekannt, veröffentlicht Nena ihren Welthit „99 Luftballons“, wird bei der Oscarverleihung „Gandhi“ zum besten Film des Jahres gekürt und mit insgesamt acht Preisen prämiert, werden The Red Hot Chili Peppers, Pet Shop Boys und Alphaville gegründet und steht Michael Jackson mit seinem Album „Thriller“ 37 Wochen auf Platz 1 der amerikanischen Album-Charts. „Thriller“ wird das erfolgreichste Album der Popgeschichte mit mehr als 140 Millionen verkauften Einheiten.

Geboren werden unter anderem Whistleblower Edward Snowden, die Musiker Amy Winehouse und Andreas Bourani, die Schauspieler Mila Kunis, Emily Blunt und Chris Hemsworth sowie die Fußballer Franck Ribéry, Daniel Alves da Silva, Philipp Lahm und Rafael van der Vaart.

Gestorben sind 1983 unter anderem die Schauspieler Louis de Funès und David Niven, die Schriftsteller Anna Seghers und Tennessee Williams, Comic-Zeichner Hergé, die Clowns Karandasch und Charlie Rivel, die Regisseure Luis Buñuel und George Cukor und Volksmusikant Herbert Roth.

Von Monika Löffler

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