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Lokales Dresden startet das Handyparken
Dresden Lokales Dresden startet das Handyparken
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18:12 01.02.2019
Sven Lehmann, Gruppenleiter Verkehrsüberwachung, zeigt auf dem Display seines Handys, dass das Kennzeichen erfasst ist. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

Wer keinen Parkschein sichtbar im Auto angebracht hat, bekommt ab sofort nicht automatisch ein Knöllchen. Bevor die Politesse den Strafzettel ausstellt, bearbeitet sie erst mal ihr Handy: Die gestrenge Ordnungshüterin gibt das Kennzeichen des parkscheinlosen Autos ein. Und geht weiter, wenn auf dem Bildschirm erscheint: „Handyparken bis 13.30 Uhr“. Vorausgesetzt, es ist 12 Uhr und nicht 14.30 Uhr.

Ab sofort ist bargeldloses Parken an allen 450 städtischen Parkscheinautomaten möglich, erklärte am Freitag Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz. Die Autofahrer müssten nur über ein Smartphone verfügen und den Barcode scannen, der auf einem Aufkleber am Parkscheinautomaten prangt. Dann öffnet sich eine App, die den Autofahrer beim elektronischen Kauf des Parkscheins begleitet. Die Bezahlung ist mit Kreditkarte möglich. Oder mit PayPal.

Wenn es dann mal wieder etwas länger dauern sollte mit den Erledigungen in der Stadt, kann der Parkschein problemlos per Handy verlängert werden. Der Autofahrer muss nicht hektisch zum Automaten rennen, er muss nur zu seinem Handy greifen.

Sven Lehmann, Gruppenleiter Verkehrsüberwachung im Ordnungsamt, demonstrierte, dass nicht nur das bargeldlose Bezahlen des Parktickets funktioniert, sondern auch der Kontrollvorgang. Kennzeichen und Parkdauer waren beim Testfahrzeug – dem Dienstwagen von Koettnitz – exakt zugeordnet.

Der Stadtrat hatte auf Initiative der SPD im April 2017 die Verwaltung damit beauftragt, das Handyparken einzuführen. Nach mehreren Besprechungen beschloss die Verwaltung, eine eigene Lösung zu programmieren und nicht auf einen der zahlreichen Anbieter am Markt zurückzugreifen. Die bei der Straßenmusik-App gesammelten Erfahrungen seien in die App für das Handyparken mit eingeflossen, so Koettnitz. Weitere Apps seien durchaus denkbar.

Laut Koettnitz wurde die Dresdner App so gestaltet, dass sich auch andere Anbieter andocken können. Autofahrer aus anderen Städten, in denen Handyparken möglich ist, könnten dann auf ihre gewohnte App zurückgreifen. So weit ist es allerdings noch nicht. „Wir befinden uns in Vertragsgesprächen und können noch nicht sagen, wann diese abgeschlossen sind“, so der Amtsleiter. Dresden werde keine Servicegebühren erheben. Knackpunkt sei die Frage, wie das Geld, das die externen Anbieter erhalten, in die Dresdner Stadtkasse kommt.

Carsten Krebs, Sprecher der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen, erklärte auf Anfrage der DNN, es sei eine positive Entwicklung, wenn Autofahrer jetzt auch in Dresden ihre Parkscheine per Handy bezahlen könnten. Der VW-Konzern betreibt das eigene Bezahlsystem „Travipay“ und möchte sich gerne an die Dresdner App andocken. „Wir befinden uns tatsächlich in Vertragsgesprächen und hoffen, dass diese schnell zum Abschluss kommen“, erklärte Krebs und verwies dabei auf den Kooperationsvertrag zwischen der Landeshauptstadt und VW.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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