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Lokales Dresden startet Bau von Container-Kitas - 1500 Plätze sollen entstehen
Dresden Lokales Dresden startet Bau von Container-Kitas - 1500 Plätze sollen entstehen
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22:59 09.09.2015

Von Heiko Weckbrodt

Die Zielansage der Stadt: Im ersten Halbjahr sollen den Dresdner Eltern etwa 1800 neue Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, bis 2016 sollen es dann insgesamt rund 4000 Kita-Plätze sein.

Die Container-Kitas - offiziell "Mobile Raumeinheiten" (MRE) genannt sind Teil des "Kita-Maßnahmeplanes II", in dessen Zuge die Stadt in Summe knapp 50 Millionen Euro in den Ausbau und den Betrieb neuer Kita-Kapazitäten stecken will. Vorausgegangen war bereits ein 25,6 Millionen Euro teures "Maßnahmepaket I", das die Rathausspitze im Frühjahr 2011 entworfen hatte und das noch nicht abgeschlossen ist. Diese erste Paket sah und sieht rund 1700 zusätzliche Plätze bis 2014 vor.

Die Gründe für die eilige Paketschnürerei in kurzer Folge sind der Baby-Boom in Dresden, der Zuzug vieler junger Familien mit Kindern und die steigende Resonanz für die Krippenbetreuung: Mittlerweile wird etwa jedes zweite Kleinkind in Krippen oder bei Tagesmüttern betreut, also doppelt soviele wie noch Ende der 1990er Jahre.

Hinzu kommt: Ab August 2013 sehen die einschlägigen Bundesgesetze einen Rechtsanspruch auf Krippenplätze vor. Gerade in der Betreuung der Kinder bis zu drei Jahren klaffen aber in Dresden die größten Lücken, weil die Stadt in den vergangenen Jahren bevorzugt Kindergärten (Kiga) geschaffen hatte, um den bereits geltenden Kiga-Rechtsanspruch zu erfüllen.

Da es aber meist zwei Jahre oder länger dauert, eine neue Kita zu planen und zu bauen, setzt die Stadt nun fürs Erste auf die besagten Container-Kitas - die binnen eines Jahres realisierbar sind - sowie auf die Akquise neuer Tagesmütter, die kurzfristig für etwa 250 neue Betreuungsplätze sorgen sollen. Allerdings gibt es auch bei diesen "Schnell-Stellschrauben" die ersten Probleme: Wie Seidel jüngst mitteilte, werden wohl drei der geplanten 14 Container-Kitas nicht zu Jahresbeginn 2013, sondern mindestens ein Quartal später fertig. Und auch der Markt für Tagesmütter erschöpft sich mehr und mehr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 31.07.2012

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