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Lokales Dresden soll Prämie für Lastenräder zahlen
Dresden Lokales Dresden soll Prämie für Lastenräder zahlen
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09:53 24.10.2018
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain ist der prominenteste Pilot eines Lastenfahrrads in Dresden. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Landeshauptstadt Dresden wird kein Förderprogramm für den Kauf von Lastenfahrrädern auflegen. Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte beantragt, dass die Stadt 50 000 Euro pro Jahr einstellt. Privatpersonen sollten mit bis zu 1000 Euro beim Kauf eines Lastenfahrrads unterstützt werden. Doch im Finanzsausschuss ist der Antrag „Unterstützung des Wirtschaftsverkehrs und Verbesserung der Luftqualität in Dresden durch kommunale Kaufprämien für die Anschaffung von Transportfahrrädern“ – vorsichtig formuliert – reserviert aufgenommen worden. Nur die beiden Grünen-Vertreter stimmten dafür. SPD und Like enthielten sich höflich der Stimme; CDU, FDP/Freie Bürger und AfD waren dagegen.

„Wir müssen den Wahlkampf der Grünen ja nicht noch mit städtischen Mitteln unterstützen“, hieß es inoffiziell aus dem rot-roten Lager. Offiziell war zu vernehmen, dass ein Finanzierungsvorschlag für das Förderprogramm gefehlt habe. Prominentester Fahrer eines Lastenfahrrads in Dresden ist übrigens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), der unverdrossen bei Wind und Wetter mit dem schweren Fahrzeug in der Stadt unterwegs ist. Nur wenn der Elektromotor des Lastenrades defekt ist, steigt der Baubürgermeister auf andere Verkehrsmittel um.

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Das letzte Wort zur Förderprämie hat der Stadtrat. Vielleicht können die Grünen ihre Kooperationspartner ja noch umstimmen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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