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Lokales Dresden prüft Rückkauf der Drewag-Anteile
Dresden Lokales Dresden prüft Rückkauf der Drewag-Anteile
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13:37 27.09.2018
Eines der bekanntesten Drewag-Gebäude in Dresden: Das Heizkraftwerk Nossener Brücke. Quelle: DNN/Archiv
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Dresden

Die Technischen Werke Dresden (TWD) als Mutterkonzern lassen ein Bewertungsgutachten für das Versorgungsunternehmen Stadtwerke Dresden GmbH (Drewag) erstellen. Das hat der TWD-Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, wie Unternehmenssprecherin Gerlind Ostmann am Donnerstag mitteilte. Das Gutachten ist Grundlage für eine vollständige Rekommunalisierung der Drewag.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der Aufsichtsratsvorsitzender der TWD ist, erklärte zum Hintergrund: „Um mögliche Handlungsoptionen im Frühjahr 2019 beurteilen und ergebnisoffen diskutieren zu können, soll jetzt eine Unternehmensbewertung der Drewag in Auftrag gegeben werden. Über das Bewertungsergebnis wird in den Unternehmensgremien und im Stadtrat entschieden.“

Die TWD halten seit 2009 90 Prozent der Anteile an der Drewag, während die Beteiligungs- und Fachberatungsgesellschaft Thüga AG München 10 Prozent hält. Dresden hat zum 1. Januar 2020 die Option, die Thüga-Anteile zurückzukaufen. Die Option muss bis Ende Juni 2019 erklärt werden. Der Rückkaufswert muss von einem Gutachter festgestellt werden.

Die Linken im Stadtrat fordern bereits seit längerer Zeit eine vollständige Rekommunalisierung der Drewag. Die Thüga kassiert für ihre Drewag-Anteile jedes Jahr Millionenbeträge an Gewinnausschüttungen. So flossen im vergangenen Jahr 7,4 Millionen Euro an die Thüga, 2016 waren es 6,8 Millionen und 2015 sogar 7,8 Millionen Euro.

Von tbh