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Lokales Dresden präsentiert wertvolle Urkunden aus der Stadtgeschichte
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15:09 21.01.2016
Quelle: dpa
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Dresden hat am Donnerstag wertvolle Dokumente seiner Stadtgeschichte ausgestellt. Allerdings sollte die Präsentation der Urkunden im Stadtarchiv schon in den Abendstunden wieder enden. Denn aus konservatorischen Gründen könnten sie nicht länger gezeigt werden, sagte der Chef des Dresdner Stadtarchivs, Thomas Kübler. Der Zeitpunkt der Ausstellung war nicht zufällig gewählt. Auf den Tag genau vor 800 Jahren war Dresden in einer Urkunde erstmals als Stadt erwähnt worden. Zehn Jahre zuvor gab es die erste urkundliche Erwähnung Dresdens überhaupt. Nach den Worten von Kübler sei Dresden damals aber noch ein „kleiner, sumpfiger Ort“ gewesen.

Für Kübler steht deswegen fest: „In diesem Jahrzehnt muss viel passiert sein. Kaufleute ließen sich um die Nikolaikirche nieder, eine Stadtummauerung wurde errichtet und die Wettiner ließen eine Brücke über die Elbe bauen - was auch zeigt, dass der Brückenbau damals nicht so lange wie heute dauerte.“ Nach archäologischen Befunden siedelten bereits um 1170 Menschen auf dem heutigen Stadtgebiet.

800 Jahre Stadt: Zu diesem Anlass zeigt Dresden am Donnerstag wertvolle Urkunden - aber nur für einen Tag.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand nun jenes Dokument, in dem Dresden am 21. Januar 1216 als Stadt ein gewisses Format eingeräumt wurde. Wörtlich ist dort von der „civitate nostra Dreseden“ die Rede. Weitere Passagen beziehen sich auf das Kloster Altzella und auf Markgraf Dietrich den Bedrängten, der als damaliger Markgraf von Meißen Landesvater auch für die Dresdner war.

Auch Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zeigte sich beeindruckt. Für ihn sei es wichtig, die geschichtlichen Wurzeln zu verstehen um die Zukunft zu gestalten. Die Urkunde der Ersterwähnung zeigt beispielsweise die alte deutsche, slawische und sorbische Mischkultur des historischen Dresdens: Namen wie Peter, Rudolf oder Hartwig stehen gleichberechtigt neben Pribislaw, Borivoj und Bravili.

Zum Abschluss scherzte Hilbert: „Herr Kübler hat mir vorhin von den alten Privilegien der Dresdner Bürgermeister erzählt, beispielsweise wie viel Wein und Bier ihnen jährlich zustanden. Wir werden jetzt in den Archiven nach Urkunden suchen, die beweisen, dass diese Rechte auch heute noch gelten.“

Außer der Stadt-Urkunde waren weitere Schriftstücke zu sehen, darunter eine Urkunde über den Handel der Dresdner Bürger mit Bier und Wein aus dem Jahr 1308. Sie regelte auch das Strafmaß bei Verstößen gegen die Auflagen. Ein weitere Urkunde betraf die Vermarktung der Holzbestände für den Markgrafen.

dpa/pfm

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