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Lokales Dresden plant den Kauf eines Gewerbegebiets in Rossendorf
Dresden Lokales Dresden plant den Kauf eines Gewerbegebiets in Rossendorf
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22:43 11.07.2019
Gewerbegebiet Rossendorf: Die Stadt Dresden will diese Fläche am Rossendorfer Ring erwerben. Auf dem Foto unten schließt sich die Radeberger Landstraße an, links liegt der Rossendorfer Teich, der sich an der B6 hinter dem Schenkhübel befindet. Quelle: Vorlage Stadt
Dresden

Die Stadt will eine brachliegende Gewerbefläche in Dresden-Rossendorf kaufen. Der Kaufpreis soll bei zwei Millionen Euro liegen, heißt es in einer Vorlage aus dem Bereich von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Über den Kauf sollen im Herbst die Stadträte entscheiden. Grundsätzlich würde nach Beratungen im Ortschaftrat Schönfeld-Weißig sowie in den Ausschüssen für Wirtschaftsförderung und Finanzen ein Beschluss des Bauausschusses genügen. Nach bisherigen Plänen ist diese für Ende November 2019 vorgesehen.

Kaufpreis plus 200.000 Euro Grunderwerbsnebenkosten

Die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Landeshauptstadt Dresden sind stark abhängig „vom qualitativen und quantitativen Niveau der ansässigen Unternehmen“. Um dieses zu gewährleisten seien „eine zukunftsorientierte Flächenvorsorge sowie eine guten Betreuung der Unternehmen vor Ort“ nötig, schreiben die Fachleute der Stadt.

Dabei verweisen sie auf eine unglückliche Konkurrenz, die vor allem Großstädte gegenwärtig unter Druck setzt. Die Verfügbarkeit bedarfsgerechter, erschwinglicher kommunaler Gewerbeflächen nimmt stetig ab. Zu den Hintergründen dieser Entwicklung gehört die kontinuierliche Errichtung von Wohnungen und die daraus resultierende Verknappung von Flächen für die gewerbliche Nutzung. Dies führe zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck zwischen Arbeiten und Wohnen. „Hier gilt es zukünftig differenzierte und nachfragegerechte Flächen anzubieten, die eine gewerbliche Nutzung ohne erhebliche Einschränkungen gewährleisten.“ Daher müsse sich die Landeshauptstadt zunehmend mit der Revitalisierung von Brachflächen beschäftigen.

Die in Rossendorf in Rede stehende Fläche befinde sich im Besitz eines privaten Immobilienunternehmens und sei bis auf wenige Ausnahmen ungenutzt. Insgesamt geht es um rund 184.000 Quadratmeter. Dafür sei ein Festpreis von zwei Millionen Euro vereinbart, zu dem für die Stadt noch 200.000 Euro Grunderwerbsnebenkosten hinzukommen.

Erschließung nicht ausreichend

Um zu einer effektiven Nutzung zu kommen, besteht offenbar Handlungsbedarf. Die Betreibung und Vermarktung von Gewerbegebieten zähle „nicht zum Kerngeschäft des Eigentümers, sodass die Vermarktung der Gewerbeflächen in den vergangenen Jahren, obwohl diese gegenüber dem Amt für Wirtschaftsförderung von Unternehmen nachgefragt und die Bedarfe an den Eigentümer weitergeleitet wurden, stagnierte“.

Mit dem Erwerb will die Stadt die Voraussetzungen für einen modernen Gewerbestandort schaffen. „Mit dem Ankauf der Flächen und der späteren Vermarktung als kommunale Gewerbeflächen wollen wir die Ansiedlungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von forschungsnahen Unternehmen unterstützen“, hieß es auf Anfrage aus dem Amt für Wirtschaftsförderung. Erweiterungsabsichten ansässiger Unternehmen oder Forschungseinrichtungen seien derzeit nicht bekannt.

Um die Fläche fit zu machen, sind auch Investitionen in die Erschließung der Fläche geplant. Dazu soll es eine weitere Vorlage für den Stadtrat geben. Angaben zu den dafür notwendigen Summen machte die Stadt nicht. Die vorhandene Erschließung entspreche nicht den aktuellen Anforderungen an ein modernes Gewerbegebiet. Unter anderem sei die medientechnische Erschließung anzupassen, die Fahrbahn zu erneuern, die öffentliche Beleuchtung sowie behindertengerechte Gehwege zu ergänzen. Und weiter teilte die Stadt mit: „Unser Ziel ist es, diese Erschließungen mit dem kommenden Doppelhaushalt realisieren zu können.“ Da ist dann von 2021 und 2022 die Rede.

Von Ingolf Pleil

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