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Lokales Dresden landet vor Frankfurt am Main
Dresden Lokales Dresden landet vor Frankfurt am Main
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13:15 16.03.2018
Im Yourfirm-Städteranking 2018 landet Dresden überraschend vor Frankfurt/Main.  Quelle: obs
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Dresden/München

 Die Überraschung gleich vornweg: Dresden landet in einem aktuellen Ranking deutscher Großstädte auf Rang drei – vor Frankfurt/Main. Die Jobbörse Yourfirm hatte für ihren Karriere-Atlas 2018 die 14 größten deutschen Städte mit über 500 000 Einwohnern in den Kategorien Arbeiten, Einkommen, Lebensqualität und Wohnen verglichen. Dabei geht München – wie schon 2014 – trotz exorbitanter Preise für Wohnraum in den meisten Kategorien als Sieger hervor. Gründe: gute Infrastruktur, zukunftsträchtiger Branchenmix, vielversprechendes Wirtschaftswachstum, hohe Löhne.

Explodierende Mieten machen auch dem zweitplatzierten Stuttgart zu schaffen. Doch die Schwabenmetropole punktet mit ähnlich guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie München und mit Top-Gehältern.

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Überraschungskandidat auf dem Siegerpodest ist Dresden. Der Studie zufolge liegt Sachsens Hauptstadt mit einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 6,6 Prozent teils deutlich unter West-Niveau, hat den höchsten Anteil an hochqualifizierten Beschäftigten in den neuen Bundesländern (36,6 Prozent) und hat zwischen 2009 und 2016 ein Plus an Arbeitsplätzen von 15,2 Prozent zu verzeichnen.

Noch seien in Dresden – ebenso wie in Leipzig (Rang 9) und Berlin (Rang 8) – die Durchschnittsgehälter niedrig, aber die neuen Bundesländer holen dem Jobportal zufolge auf. In allen drei Städten wachse das verfügbare Einkommen überproportional. Das höchste Plus (24,5 Prozent) verbuchen seit 2007 die Berliner Haushalte. Auf Platz 3 und 4 liegen Dresden und Leipzig mit einem Plus von 19,3 bzw. 18,9 Prozent. Zum Vergleich: In Bremen ist das real verfügbare Einkommen gerade mal um ein Prozent gestiegen.

Hinter Dresden landen im Gesamt-Ranking den Plätzen 4 bis 7: Frankfurt, Köln, Hamburg und Nürnberg. Die hinteren Plätze belegen fast durchweg die Städte im Ruhrgebiet. Der Strukturwandel in Düsseldorf, Dortmund und Essen sei zwar in vollem Gange, schlage sich aber noch nicht in neune Jobs nieder, hieß es in der Auswertung. Im Boomjahr 2017 verzeichneten Dortmund und Essen eine Arbeitslosenquote von über zehn Prozent

„Der Karriere-Atlas soll helfen, die passende Stadt für die Berufskarriere zu finden. Sicher spielen individuelle Präferenzen bei der Städtewahl eine entscheidende Rolle, die Daten und Fakten aus unserem Städtevergleich bieten dafür eine gute Grundlage“ erklärt Yourfirm-Gründer und Geschäftsführer Dirk Kümmerle.

https://www.yourfirm.de/karriere-atlas/

Von Barbara Stock