Dresden kann auch Satire: Der 1. Seifenopernball feiert bunt und gut gelaunt
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Dresden Lokales Dresden kann auch Satire: Der 1. Seifenopernball feiert bunt und gut gelaunt
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21:33 07.02.2020
Der 1. Dresdner Seifenopernball zog von der Neustadt auf den Schlossplatz. Quelle: Tino Plunert
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Dresden

Nach den Querelen um den Dresdner Semperopernball zeigen Kulturschaffende der Stadt am Ballabend mit einer bunten Parade satirischen Protest. Zum ersten „Dresdner Seifenopernball“ kamen mehrere Hundert Menschen auf den Schlossplatz. Sie tanzten, pusteten große Mengen Seifenblasen in die Luft und warfen den Veranstaltern „dubiose Machenschaften“ vor. Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung von der Dresdner Band Banda Comunale.

Die Veranstaltung steht für eine „freie Kultur ohne Despoten und Geschäftemacherei“. In Anlehnung an das Motto des 15. Semperopernballs „märchenhaft rauschend – Dresden jubiliert“ trägt die Protestveranstaltung die Überschrift „mächtig berauscht – Seifenoper jubiliert“. In der Ankündigung hieß es: „Wenn das Leben dir ein Schmierentheater serviert, mach’ doch einen SeifenOpernBall daraus!“

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Seit der Verleihung des St. Georgs-Orden an den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi Ende Januar steht der Ballverein als Veranstalter des Semperopernballs in der Kritik. Al-Sisi wird die Verletzung von Menschenrechten vorgeworfen. Nach deutschlandweiten Protesten will der Verein den Orden wieder aberkennen. Wie dies umgesetzt werden soll, ist nicht bekannt. Seit der umstrittenen Ehrung gibt es Absagen von Künstlern und Prominenten.

Gegen die Ordensverleihung hatte Amnesty International am Freitag stumm protestiert. Gut ein Dutzend Demonstranten hatten sich den Mund verklebt und hielten Plakate in die Höhe, die freiheit in Ägypten forderten. Auch wenn die Auszeichnung jetzt wieder aberkannt werde, würden in Ägypten weiter Menschenrechte verletzt, hieß es zur Begründung.

Aktivisten von Amnesty International stehen mit Transparenten während einer Demonstration vor der Semperoper. Sie protestieren gegen eine ursprünglich geplant Preisverleihung an den umstrittenen ägyptischen Präsidenten Al-Sisi. Quelle: dpa

Von epd

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