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Lokales Freital, Breslau, Damaskus – Wo die Dresdner geboren sind
Dresden Lokales Freital, Breslau, Damaskus – Wo die Dresdner geboren sind
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19:54 28.02.2020
Nicht alle Dresdner sind auch in Dresden geboren. Quelle: epd
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Dresden

Die Frage, wo die Dresdner geboren sind, lässt sich seit 2005 anhand anonymisierter Daten aus den Melderegistern ziemlich genau beantworten. Damals wurden Einwohnermeldesoftware und Bevölkerungsstatistik deutschlandweit vereinheitlicht. Die Stadtverwaltung hat in ihrem aktuellen Heft „Dresden in Zahlen“ Daten zu den Geburtsorten aus dem Jahr 2018 veröffentlicht und mit jenen von 2005 verglichen.

26.000 verschiedene Geburtsorte

Die Herkunftsvielfalt der Dresdner, resümiert Holger Oertel vom Bürgeramt, hat sich seit 2005 stark erhöht. 26.000 verschiedene Geburtsorte konnten die Dresdner Ende 2018 vorweisen. Das sind 5500 mehr als im Jahr 2005. Stand 2018 war fast die Hälfte der Menschen mit Hauptwohnsitz in Dresden (46,9 Prozent) auch in der Stadt geboren, die meisten anderen im näheren Umland oder in Sachsen. Nicht einmal drei von zehn Dresdnern erblickten außerhalb des Freistaates das Licht der Welt. Rechnet man die vier weiteren Bundesländer im Osten hinzu, bleibt nur noch für rund jeden sechsten Dresdner ein Geburtsort im restlichen Deutschland oder im Ausland.

Cover Dresden in Zahlen III/2019 Quelle: Stadtverwaltung Dresden

Die häufigste Gruppe nach den über 263.000 in Dresden Geborenen waren mit knapp 9000 Freitaler und Freitalerinnen. Auf den weiteren Plätzen folgen die Geburtsorte Radebeul und Pirna und Berlin. Über 6800 Menschen, die Ende 2018 in der Stadt lebten, waren gebürtige Berliner. In Berlin leben nach Zahlen aus dem Jahr 2015 mit 17.600 allerdings deutlich mehr gebürtige Dresdner.

Der nach Berlin häufigste Geburtsort außerhalb Sachsens war Halle an der Saale auf Platz 16. Ende 2018 stammten rund 2600 Dresdner und Dresdnerinnen von dort. Die Rangliste der westlichen Bundesländer führt Bayern an. 7000 Dresdner wurden dort geboren.

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65.000 der mehr als 560.600 Personen mit Hauptwohnsitz in Dresden sind im jetzigen Ausland geboren. Nur rund ein Drittel von ihnen hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Häufigster Geburtsort im Ausland war 2018 mit mehr als 1300 Personen die syrische Hauptstadt Damaskus, gefolgt von Breslau, wo über 1000 Dresdner geboren wurden. Auf den Plätzen folgen Aleppo (Syrien), Moskau, Hanoi und Bagdad.

2005 sah die Rangfolge der ausländischer Geburtsorte für die Bevölkerung Dresdens noch ganz anders aus. Mit Breslau (1472 Personen) vor Hanoi (510), Königsberg (426), Stettin (324), Legnica (Polen, 316) und Moskau (314) belegten vor allem polnische und russische Städte die vorderen Plätze.

Zuwächse bei syrischen Geburtsorten

Die Verschiebungen haben laut Statistikstelle der Landeshauptstadt zum einen in den Flüchtlingsbewegungen vor allem aus den Krisenherden im Nahen Osten ihre Ursache. So gab es Stand 2018 im Vergleich zu 2005 vor allem Zuwächse bei den syrischen Geburtsorten Damaskus (+1294), Aleppo (+653) und Daraa (+306) und Homs (+272).

Die größten Rückgänge in der Spitzengruppe der ausländischen Geburtsorte verzeichnen Breslau (-438), Hanoi (-146), Stettin (-120), Königsberg (-119) und Legnica (-82). Bis auf die vietnamesische Hauptstadt Hanoi handelt es sich dabei ausschließlich um Orte in ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten. Den Grund für den Rückgang der Zahl dort geborener Dresdner sehen die Statistiker vor allem in deren steigendem Durchschnittsalter, das inzwischen bei 73,5 Jahren liegt.

Die Stadt Dresden veröffentlicht im Internet aktuelle Statistikdaten und bietet auch ältere Veröffentlichungen zum Download an.

Von Holger Grigutsch

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