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Lokales Dresden geht mit Großcontainern gegen vermüllte Elbwiesen vor
Dresden Lokales Dresden geht mit Großcontainern gegen vermüllte Elbwiesen vor
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06:04 12.04.2019
Die Prießnitzmündung ist ein wahres Idyll mitten in Dresden. In den Sommermonaten türmt sich dort jedoch der Abfall. Den Müllbergen hat Dresden nun den Kampf angesagt. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Für die Bewohner der Äußeren Neustadt ist er ein steter Begleiter: Müll. Im Szeneviertel wird gerade in der warmen Zeit viel gefeiert und die Hinterlassenschaften der Partygänger sorgen immer wieder für ein Ärgernis. Vor Jahren war deshalb vom Müll-Chaos auf dem Alaunplatz die Rede – ein Problem, das man nach Meinung von Stadtbezirksamtsleiter André Barth nun weitestgehend in den Griff bekommen hat. Und das vor allem durch ein eigenes Konzept, das auf den drei Säulen Prävention, Angebot und Kontrolle steht, wie Barth sagt. Dieses Vorgehen soll nun auch auf den Elbwiesen Anwendung finden.

Es fehlt bisher an Abfallbehältern

Denn auch dort hinterlassen Menschen, die eigentlich den Blick auf die Stadtsilhouette, das Grün der Elbwiesen und das Plätschern des Flusses schätzen, wahre Müllberge. Am Neustädter Ufer ist vor allem die Prießnitzmündung betroffen, die gerade bei Familien mit kleinen Kindern beliebt ist. Negative Folge: In den Sommermonaten türmt sich dort der Dreck, nicht selten sind benutzte Windeln darunter. Ebenso ist der Rosengarten mit der dortigen Grillstelle ein Problemfall. Teils weil die Müllverursacher für den Gang zum Abfalleimer zu faul sind, teils weil diese Behältnisse mit insgesamt 800 Litern Fassungsvermögen in dem Bereich zu knapp bemessen sind. Deshalb sollen an diesen zwei Orten und am einer weiteren Stelle auf Altstädter Seite nun in den warmen Monaten von Mai bis September große Müllcontainer mit 1100 Liter Fassungsvermögen aufgestellt werden.

Diese Riesenmülleimer haben bereits auf dem Alaunplatz für eine Entspannung gesorgt. 369 Kubikmeter Müll wurde dort im vergangenen Sommer gesammelt – vieles stammte aus den dort aufgestellten Müllcontainern, manches mussten extra beauftragte Arbeitskräfte, teils verstärkt durch Asylbewerber, aber auch von der Wiese klauben. Weil manchem selbst der kürzeste Weg zum Abfallbehälter zu viel sein kann, könne man es nicht beim Aufstellen der Behältnisse belassen, meint Barth. Es gehöre die Ermunterung zum Gang zum Müllbehälter dazu – etwa durch eine pfiffige Kampagne –, genauso wie Kontrollen durch das Ordnungsamt. Der Gemeindliche Vollzugsdienst muss nach dieser Logik nun sozusagen verstärkt auch auf die Elbwiesen nach dem Rechten sehen.

Hochwasserschutz stell große Hürde dar

7300 Euro lässt sich der Stadtbezirksbeirat Neustadt das Aufstellen der Müllbehältnisse kosten. Ab Mai sollen sie drei Mal die Woche geleert werden, was eine enorme Erhöhung der Entsorgungskapazität bedeutet. Um die Gestaltung der Behältnisse, etwa durch Schulkinder, habe man sich bereits Gedanken gemacht, berichtet Barth. Für ihn geht mit der Aufstellung der Großcontainer ein langes Kapitel zu Ende. Am liebsten hätte er sie schon im vergangenen Jahr auf den Elbwiesen gesehen. Weil dort jedoch Umwelt- und vor allem Hochwasserschutz eine wichtige Rolle spielen, drehte die Idee für mehr öffentliche Sauberkeit lange Zeit Schleifen in den Ämtern der Stadtverwaltung.

Von Uwe Hofmann

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