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Lokales Dresden erwirtschaftet Rekordüberschuss
Dresden Lokales Dresden erwirtschaftet Rekordüberschuss
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18:21 29.08.2018
Das Geld sprudelt im Moment reichlich in Dresden. Quelle: Mathias Schönknecht
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Dresden

Wäre die Landeshauptstadt Dresden ein börsennotiertes Unternehmen, würden sich die Aktionäre die Hände reiben: Im vergangenen Jahr hat die „Dresden AG“ traumhafte Überschüsse erwirtschaftet. Eine hohe Rendite wäre zu erwarten.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) werden am Donnerstag den Haushaltsentwurf 2019/2020 in den Stadtrat einbringen. Lames hatte gegenüber DNN von „üppigen Budgetvorgaben“ gesprochen, aber auch auf eine Fülle von Aufgaben verwiesen, die es zu finanzieren gilt. Und auf Risiken, gegen die sich die Stadt absichern müsse.

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Die Ergebnisrechnung für 2017 – früher hieß es noch Investitionshaushalt – schließt mit einem Überschuss von 100,2 Millionen Euro. Eigentlich hatte die Verwaltung mit einem Minus von 37,3 Millionen Euro geplant.

Die Finanzrechnung – in vordoppischen Zeiten der Verwaltungshaushalt – schließt gar mit einem Plus von 190,6 Millionen Euro ab. „Das Ergebnis ist damit um 166 Millionen Euro höher als im fortgeschriebenen Ansatz“, heißt es in einer Vorlage von Lames für den Stadtrat. 82,4 Millionen Euro höhere Einzahlungen und 83,6 Millionen geringe Auszahlungen als geplant hätten zu den Traumzahlen geführt.

Die sich laut Lames bis 2023 gar nicht mehr so traumhaft entwickeln: Es fließt Geld in Rückstellungen, Sonderposten und die Tilgung von Verbindlichkeiten, schließlich bleibt eine freie Liquidität von 137 Millionen Euro übrig. Diese wird aber bei Umsetzung aller geplanten Investitionen bis 2023 auf 926 396 Euro abgeschmolzen sein, prognostiziert der Finanzbürgermeister. Wie gewonnen – so zerronnen. Allein für den Neubau eines Verwaltungszentrums am Ferdinandplatz werde eine Liquiditätsrücklage in Höhe von 101 Millionen Euro für den voraussichtlichen Mittelabfluss 2024 und in den Folgejahren gebildet, erklärt der Finanzbürgermeister den Schwund.

Von Thomas Baumann-Hartwig