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Dresden Lokales Warum das Dampfloktreffen eine große Heimkehr ist
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19:02 11.04.2019
Das Bild zeigt die Lokomotive 01 202 im Einsatz im schweizerischen Sonceboz. Sie kommt zum Dampfloktreffen aus dem Alpenland in ihre alte Heimat angedampft. Quelle: Foto: Georg Trüb
Dresden

Drei Tage, 120 Tonnen Kohle, zwölf Lokomotiven unter Dampf und mehr als 10 000 Besucher – so lässt sich das elfte Dresdner Dampfloktreffen kurz zusammenfassen.

Von Freitag bis Sonntag laden die drei Partner Interessengemeinschaft Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt (IG), die Deutsche Bahn Regio Südost und das Verkehrsmuseum in ihre Depots und Werkstätten auf dem Gelände des Bahnbetriebswerks an der Zwickauer Straße ein.

Man habe für Besucher ein umfangreiches Programm geplant, „das sowohl die glühenden Dampflok-Fans als auch die Familien anspricht“, sagt IG-Vereinschef Eckhard Strube. Dazu gehören auch Sonderfahrten, die mangels Bahnsteigen im Festgelände alle im Dresdner Hauptbahnhof beginnen und enden.

Dampfloktreffen in Dresden: Lok 01 202 sticht hervor

Unter den zahlreichen Gastlokomotiven, die auf der Drehscheibe und bei Ausfahrten beobachtet werden können, sticht die Lok 01 202 hervor.

Sie hat nicht nur die weiteste Anreise aus dem schweizerischen Lyss, sondern ist auch eine Heimkehrerin. In den 1930er Jahren wurde die damals fabrikneue Lok im Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt in den Dienst gestellt, kam aber noch kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in den Westen Deutschlands.

Derzeit kümmert sich der Schweizer Verein Pacific um die Lok, bringt sie auf Ausfahrten in dem Alpenland und immer wieder Mal auch im süddeutschen Raum zum Einsatz.

Zwei Maschinen zu Gast bei Dampfloktreffen

Um sie endlich mal in die alte Heimat zu überführen, haben die Schweizer Eisenbahnfreunde eine mehrtägige Ausfahrt nach Dresden organisiert. „Wir freuen uns riesig auf die lange Reise über wenig mehr als 1000 Kilometer“, sagt Urs Bösch, einer der Lokführer.

Die Schweizer sind nicht die einzigen, die weite Wege nach Dresden auf sich nehmen. Historische Dampfloks werden auch aus Berlin, Thüringen und der Lausitz überführt – wobei jedes Mal Eisenbahnfreunde in den anhängenden Waggons sitzen.

 Neben weiteren betriebsfähigen Dampfloks aus Deutschland sollen zudem zwei Maschinen aus Tschechien ihr Gastspiel geben. Die Fahrzeuge werden wie gewohnt auf der Drehscheibe zu sehen sein, außerdem werden kurze Führerstandsmitfahrten angeboten.

Verkehrsmuseum hat Organisation des Depots in Hand

 Erstmals hat das Verkehrsmuseum für sein Depotgelände, das über eine Feldbahn mit dem der IG am anderen Ende des Bahnbetriebswerks verbunden ist, die Organisation in eigener Hand.

 „Während bei der IG alles dampft, zeigen wir eine Vielzahl von Exponaten, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt“, sagt Kustos Sven Bracke.

 Dabei handelt es sich nicht nur um geschichtsträchtige Loks und Passagierwagen, sondern auch um andere Fahrzeuge wie den Straßenbahntriebwagen Großer Hecht.

Blick in moderne Werkzeughalle möglich

Darüber hinaus können Besucher im Nutzfahrzeuge-Depot des Verkehrsmuseums auch Laster, Omnibusse, Feuerwehrlöschfahrzeuge und Wasserwerfer besichtigen.

Modern geht es bei der Deutschen Bahn zu. „Wir wollen etwas für diejenigen bieten, die nicht an historischen Fahrzeugen die Nieten zählen wollen“, sagt DB-Regio-Chef Stephan Naue. Neben einer S-Bahn, einer Rangierlok und Baufahrzeugen wird auch der Blick in eine moderne Werkzeughalle gewährt.

Zum Programm gehören seit jeher Ausfahrten, bei denen Passagiere in historischen Schnellzugwaggons sitzen. Am Freitag ist eine Ausfahrt nach Berlin, am Sonnabendvormittag eine mit einer Lok der dort früher üblichen 58er Reihe nach Döbeln über Meißen und Nossen geplant.

Abendfotoparaden enorm beliebt

 Nachmittags wird das Dreieck Kamenz, Bautzen und Dresden erkundet. Am Sonntag geht es schließlich vormittags durchs Elbtal nach Usti, nachmittags über Ebersbach nach Rumburk.

 Die genauen Fahrpläne stehen dabei seit Kurzem fest, die IG informiert im Internet unter www.igbwdresdenaltstadt.de darüber. Karten für Kurzentschlossene gibt es in jedem Fall noch. Zwei Waggons werden bei jeder Fahrt von Reservierungen freigehalten.

Für die beliebten Abendfotoparaden gibt es dagegen schon lange keine Karten mehr. „Da könnten wir locker das Doppelte verkaufen, aber der Platz ist eben beschränkt“, sagt IG-Vorstand Strube. Dafür gibt es zu „Dampf & Musik“ am Sonnabendabend noch Karten.

Tickets ermöglichen Besuch in Museum

 Für Besucher ist ein Shuttlebusverkehr zwischen Festgelände, Hauptbahnhof und Verkehrsmuseum eingerichtet. Eintritt zum Festgelände bekommt man über die Zwickauer Straße an der Kreuzung mit der Bamberger und Würzburger Straße und am Fuß der Nossener Brücke. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 8 Euro und ist für Kinder unter 14 Jahren frei.

Die Tickets berechtigen auch zum Besuch des Verkehrsmuseums, wo es mit der Sonderausstellung „Dresden-Bagdad und zurück“ über den Dresdner Ingenieur und Bagdadbahnerbauer Heinrich August Meißner eine sehenswerte Schau nicht nur für Bahnfreunde gibt.

Von Uwe Hofmann

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