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Lokales Dresden erhält weiteres berufliches Gymnasium
Dresden Lokales Dresden erhält weiteres berufliches Gymnasium
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07:53 21.05.2019
An der Boxberger Straße soll ein berufliches Gymnasium entstehen. Der marode Altbau wird dafür einem Neubau weichen. Quelle: Halkasch/Archiv
Dresden

Dresden kann ein berufliches Gymnasium an der Boxberger Straße errichten. „Die Genehmigung des Landesamtes für Schule und Bildung liegt vor“, teilte Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) in einem Schreiben an die Stadträte mit. Damit endet eine über Jahre geführte Diskussion um die Ansiedlung einer Schule mit dem Abschluss Abitur in Prohlis.

Planungshoheit liegt beim Land

Ursprünglich sollte in dem ehemaligen DDR-Schulkomplex an der Boxberger Straße ein allgemeinbildendes Gymnasium angesiedelt werden. Nicht zuletzt weil dafür jedoch der Rückenwind aus der Stadt- und der Landesverwaltung fehlte, schlugen die Gründungsversuche mehrfach fehl.

Schließlich entschied sich der Stadtrat auf Betreiben der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit für den Umzug des Beruflichen Schulzentrums „Franz Ludwig Gehe“ vom Leutewitzer Ring an die Boxdorfer Straße. Gleichzeitig war damit der Auftrag an den OB verbunden, sich beim Land für die Genehmigung eines beruflichen Gymnasiums einzusetzen. In der Debatte war vermutet worden, eine Einrichtung mit dem angestrebten Profil „Wirtschaft“ könnte einer gleichartigen Einrichtung in Pirna zu viel Konkurrenz machen. Die Planungshoheit für berufliche Gymnasien liegt beim Land. Am Leutewitzer Ring startet im Sommer dieses Jahres das Gymnasium Gorbitz. An der Boxberger Straße soll ein Neubau für die Berufsschulen errichtet werden. Der bisherige Schulkomplex hat keine Betriebserlaubnis mehr als Schule, eine Reaktivierung wäre zu aufwendig.

Gezeter und Unkenrufe

Wie Vorjohann dem Stadtrat jetzt mitteilt, sollen die Verfahren möglichst weitgehend beschleunigt werden. Der Stadtratsbeschluss fordert die Realisierung sowohl des geplanten Gymnasiums an der Bodenbacher Straße neben der Margon-Arena als auch des Beruflichen Schulzentrums an der Boxberger Straße bis zum Schuljahr 2022/23. Die Stesad, die an der Margon-Arena bauen soll, und das städtische Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung, das den Bau an der Boxberger Straße führen soll, würden Optionen für die Beschleunigung der Projekte prüfen.

„Nach all dem Gezeter und Unkenrufen hat sich die Schulaufsichtsbehörde nun wohl doch unserer Position angeschlossen, dass ein weiteres berufliches Gymnasium für Dresden, und gerade im Dresdner Osten, wichtig und richtig ist“, freute sich Dana Frohwieser, SPD-Bildungspolitikerin, über das grüne Licht aus dem Ressort von Kultusminister Christian Piwarz (CDU). „Der Weg über die Oberschule und eine Berufsausbildung bietet in unserem Land alle Lebenschancen und bildet die solide Grundlage unserer Wirtschaft, aber auch vieler gesellschaftlicher Dienstleistungen“, sagte Frohwieser.

Und wer später doch noch studieren will, habe über das Berufliche Gymnasium alle Möglichkeiten dazu. „Das Berufsschulzentrum ist eine große Chance für den Standort Boxberger Straße in Prohlis.“

Von Ingolf Pleil

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