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Dresden erarbeitet einen neuen Fachplan für Senioren 

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17:00 19.10.2021
In Dresden leben sehr viele ältere Menschen – und ihre Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen.
In Dresden leben sehr viele ältere Menschen – und ihre Zahl wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Quelle: Foto: Sebastian Kahnert/DPA/Archiv
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Dresden

„Seniorenarbeit und Altenhilfe in der Landeshauptstadt Dresden richtet sich an Menschen, die 60 Jahre und älter sind, und umfasst die Lebensspanne bis zum Lebensende.“ So steht es im neuen Fachplan Seniorenarbeit und Altenhilfe, der derzeit den Weg durch die Gremien durchläuft, bis er im Stadtrat beschlossen wird. Jetzt wurde er im Stadtbezirksbeirat Loschwitz vorgestellt. Nach Inkrafttreten wird er für fünf Jahre gültig sein.

Dresden sei keine junge Stadt, sagte der Referent aus dem Sozialamt. Das geht aus den Zahlen hervor. 27,2 Prozent der Dresdner sind (Stand 2020) über 60 Jahre alt; bis 2030 wird diese Zahl laut Prognose um 6,9 Prozent steigen, besonders stark dabei auch die Anzahl der Männer und Frauen über 80. Sie alle haben laut Sozialgesetzbuch einen Anspruch auf Hilfe, die sei „gesamtgesellschaftlich zu gestalten“. Das Thema sei „eines der, wenn nicht das drängendste für Dresden und darüber hinaus“.

Mehr als ein Viertel der Dresdner sind 60 oder älter

Der Stadtbezirk Loschwitz (einschließlich des Bereichs Schönfeld-Weißig) liegt noch über den Stadtwerten. Während das Durchschnittsalter stadtweit 43,2 Jahre beträgt, liegt es im Stadtbezirk bei 46,6. Gegenüber 27,2 Prozent Personen im Alter 60 plus stadtweit sind es im Stadtbezirk Loschwitz 32,5 Prozent, bei den über 80-Jährigen sind es stadtweit acht Prozent, im Bereich Loschwitz 9,5 Prozent. Seniorenarbeit ist also durchaus ein Thema in dem Bezirk.

Was nun der neue Fachplan konkret für den Stadtbezirk bedeute, wollte Beirat Henning Heuer (SPD) wissen; welche Veränderungen werde es geben? Das werde Teil der Umsetzung sein, sagte der Vertreter des Sozialamts. Der Fachplan stelle nur den politischen Rahmen dar, wo man inhaltlich hinwolle. Zudem werde die Frage sein: „Welche Ressourcen bekommen wir?“ Bei der Erarbeitung des Plans seien auch freie Träger eingebunden worden, eines der Ziele sei der Ausbau mobiler Angebote in Bühlau, Hosterwitz, Pillnitz und auf dem Weißen Hirsch.

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In dem Zusammenhang meldete sich Anja Klemm zu Wort, Leiterin des „Bühlowh Beratungs- und Begegnungszentrums für Senioren“ auf der Pillnitzer Landstraße unweit des Körnerplatzes. Dort fänden Beratungen statt. Außerdem gebe es auch Hausbesuche. „Wir machen mobile Angebote, organisieren In­fo-Veranstaltungen. Und wir werden viel angefragt, zum Beispiel von Seniorengruppen oder Kirchgemeinden.“

Von Bernd Hempelmann