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Dresden baut Universelle Werke für Hightech-Firmen aus

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16:04 21.07.2020
Auf die Sanierer wartet viel Arbeit, wenn sie die restlichen alten Fabrik-Gebäude der “Universellen Werke Dresden” als Technologiezentrum reaktivieren wollen.
Auf die Sanierer wartet viel Arbeit, wenn sie die restlichen alten Fabrik-Gebäude der “Universellen Werke Dresden” als Technologiezentrum reaktivieren wollen. Quelle: Heiko Weckbrodt
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Dresden

Damit sich mehr Hightech-Unternehmen in Dresden ansiedeln können, wollen die Stadt Dresden und ihr privater Projektpartner „Immopact“ das Technologiezentrum „Universelle Werke“ bis 2022 ausbauen. Das hat Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke mitgeteilt. „Wir wollen hier einen ganz neuen Campus schaffen“, kündigte er an. Durch die Erweiterung soll sich die Ansiedlungsfläche vervierfachen.

In den Jahren 2017 bis 2019 hatte das Unternehmen „Immopact“ zunächst einen kleineren, rund 5100 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Fünfgeschosser der ehemaligen Verpackungsmaschinen-Fabrik an der Zwickauer Straße saniert und zum Innovationszentrum umgebaut. Seither betreibt eine Stadttochter dieses Haus E der früheren „Universellen Werke“ als Technologie-Zentrum mit einem Schwerpunkt auf Leichtbau- und Robotikfirmen.

So begann der Umbau von Haus E

Auf dem traditionellen Industriegelände soll bis 2018 ein Innovationszentrum im Haus E entstehen.

15.000 Quadratmeter Fläche

Inzwischen ist dieser Teil der alten Fabrik allerdings schon wieder voll. Angesiedelt haben sich dort unter anderem ein südkoreanisches Leichtbauzentrum, Teile des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden, „Krauss-Maffei Technologies“, Kuka, die Reste des Digitalpapier-Unternehmens „Plastic Logic“ sowie – übergangsweise – das neue Fraunhofer-Forschungszentrum für Cognitive Produktionssysteme (CPS) und das Dresdner Institut des „Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt“ (DLR). Neueste Ansiedlung ist das aus Trier nach Dresden umgesiedelte Robotik-Unternehmen „Coboworx“.

Das Haus E ist schon wieder voll. Quelle: Juergen Maennel

Daher planen die städtischen Wirtschaftsförderer und die Immopact-Immobilienexperten nun, weitere Teile der alten Fabrik zu reaktivieren. Anfang 2021 soll der Umbau beginnen, 2022 könnten dann die ersten neuen Firmen einziehen, schätzt Robert Franke. Weil dieser zweite Bauabschnitt mit rund 15.000 Quadratmetern deutlich größer wird als der erste, dürfte auch der Sanierungsaufwand erheblich sein.

Die Universellen Werke Dresden sind über 120 Jahre alt. Hergestellt wurden dort unter anderem Tabak- und Verpackungsmaschinen. Zu DDR-Zeiten gehörte der Komplex zum Verpackungsmaschinen-Kombinat Nagema. Der Nagema-Nachfolger Pactec fokussierte sich nach der Wende aber auf seinen Stammsitz im Dresdner Osten, danach verfiel die Fabrik nach und nach, bis Immopact die Immobilie erwarb.

Von Heiko Weckbrodt