Dresden: Warum der Ausbau des Industrieparks Klotzsche teurer wird
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Lokales Dresden: Warum der Ausbau des Industrieparks Klotzsche teurer wird
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07:19 29.10.2019
Für den Ausbau der Infrastruktur im Industriepark Klotzsche muss die Stadt mehr Geld aufbringen. Quelle: dpa
Dresden

Die Dresdner Stadträte müssen demnächst über zusätzliche Ausgaben für die Sanierung der Infrastruktur im Industriepark Klotzsche entscheiden. Eine Beschlussvorlage hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf den Weg gebracht.

Demnach steigen die Kosten um rund 1,1 Millionen Euro. Ursprünglich geplant waren 2016 Ausgaben von 4,3 Millionen Euro. Mit dem Doppelhaushalt 2019/20 erhielt das Amt für Wirtschaftsförderung ein Budget von 4,95 Millionen Euro für das Projekt.

Schwerpunkt der Maßnahme ist der grundhafte Ausbau des öffentlichen Straßenzuges „Zur Wetterwarte“ und „Zum Windkanal“. Die stadttechnischen Medien, wie Stadtentwässerung, Trinkwasser, Energie und Telekommunikation, werden je nach Erfordernis erneuert bzw. den aktuellen Regeln der Technik angepasst.

„Der Zustand lässt für Unternehmen keine Entwicklungsmöglichkeiten zu“

Das Baugebiet im Dresdner Norden ist historisch durch gewerbliche Nutzung geprägt. Mit einer Länge von 2,6 Kilometern umfasst das Gesamtprojekt die Straßenzüge „Zur Wetterwarte“ und „Zum Windkanal“ zwischen Königsbrücker Landstraße im Osten, Flughafen Dresden im Westen sowie Wald und Ackerland im Norden. Aufgrund der Länge der Investitionsmaßnahme und der Vielzahl an vorhandenen Firmen und Investoren zerlegte die Stadt das Vorhaben in verschiedene Bauabschnitte.

„Der gegenwärtig schlechte Zustand, insbesondere der Verkehrswege, lässt für die bestehenden Un­ternehmen derzeit keine Entwicklungsmöglichkeiten zu“, hieß es im Entwurf der Verwaltung für den Stadtratsbeschluss, der im November 2016 gefallen ist. Gehwege stellten in einigen Abschnitten eine Unfallgefahr dar oder waren in anderen Abschnitten nicht vorhanden. Die vorhandene Fahrbahn sei desolat. Der erste Eindruck des Gewerbegebiets mit mehr als 100 angesiedelten Firmen sei „unbefriedigend“.

Asbest-Belastungen müssen beseitigt werden

Als desolat erwiesen sich dann auch die bei den Bauarbeiten zutage getretenen Umstände. So mussten Altlasten entsorgt und die Bauarbeiter dabei fortlaufend arbeitshygienisch untersucht werden. Neue rechtliche Bestimmungen erforderten unter anderem die Einrichtung einer Baustraße. Im Untergrund tauchten unerwartet Felsen und Baukörper auf. Außerdem mussten auch Asbest-Belastungen beseitigt werden.

Unter Berücksichtigung all dieser Mehrkosten im 1. Bauabschnitt und einem prognostizierten Nachtragspotenzial im 2. und 3. Bauabschnitt seien zur Sicherung der Gesamtfinanzierung weitere Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro nötig. Das Amt für Wirtschaftsförderung könne diesen Bedarf aus Mehreinnahmen aus dem Verkauf von Grundstücken decken. Von der Landesdirektion Sachsen sei eine weitere Förderung in Aussicht gestellt worden. Am 2. Dezember soll der Finanzausschuss über die Zusatzkosten entscheiden.

Von Ingolf Pleil

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