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Lokales Tauschen und Verschenken geht in Dresden online
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Dresden: Stadt betreibt einen Tausch- und Verschenkemarkt

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13:03 13.09.2021
Kurzwaren im Lager der „Zündstoffe - Materialvermittlung“. Bei dem Projekt können sich gegen eine kleine Spende Menschen bedienen und sich das Material für ihre Vorhaben beschaffen.
Kurzwaren im Lager der „Zündstoffe - Materialvermittlung“. Bei dem Projekt können sich gegen eine kleine Spende Menschen bedienen und sich das Material für ihre Vorhaben beschaffen. Quelle: Robert Michael/dpa
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Dresden

Tausche Töpfe und Tiegel gegen Kaffee: Tausch- und Verschenkemärkte liegen im Trend. Die Landeshauptstadt Dresden betreibt einen Tausch- und Verschenkemarkt über das Internet. Zudem gibt es eine „Materialvermittlung“, die Material an den Mann oder die Frau bringt, das aus Un­ternehmen stammt und dort nicht mehr benötigt wird.

Beim Verschenkemarkt seien zuletzt rund 62 000 Zugriffe jährlich gezählt worden, sagte eine Stadtsprecherin. Das Internetportal konkurriere mit den Plattformen großer privater Anbieter wie Ebay. Verschenkt werden etwa ein Naturhaar-Bett, eine Single-Küche mit Herd, eine Schrankwand oder Fellpflegeprodukte. Auch neuwertiges Holzspielzeug – noch in Folie verpackt – wird zum Tausch angeboten.

Immer auf der Suche

Bei der „Zündstoffe-Materialvermittlung“ können sich – ge­gen eine kleine Spende – etwa Künstler bedienen und sich das Material für ihre Projekte beschaffen. Das stammt aus Lagerbeständen von Unternehmen und wird dort nicht mehr benötigt: Multiplex- oder Sperrholzplatten, Farb- und Stoffreste, Metallwinkel, Holzlatten, Plexiglasscheiben, Tanzteppiche, Holzschalen, Stickgarn, Besenborsten oder Gummiringe. Auf das Material können aber auch andere Interessenten und Einrichtungen zugreifen wie Schulen oder Kindergärten etwa für Bastelarbeiten oder Kultur- und Bildungsvereine.

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Abfall solle auf diese Weise reduziert und Ressourcen an Wertschätzung gewinnen. „Wir sind immer auf der Suche nach verschiedenem Papier, das Kitas, Schulen und Künstler nutzen können. Hölzer und Holzmaterial, das in Holzwerkstätten verarbeitet werden kann, Stoffe und Nähzubehör sowie verschiedene Materialien aus Metall“, hieß es.

„Tauschen ist sehr positiv“

Die „Zündstoffe-Materialvermittlung“ ist Teil des Projektes „Zukunftsstadt Dresden“, bei dem es auch um nachhaltige und innovative Ideen von Bürgern geht. Das Projekt wurde prämiert und wird vom Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft der Technischen Universität Dresden wissenschaftlich begleitet.

In Chemnitz und Leipzig werden Tausch- und Verschenke-Märkte von der jeweiligen Stadtreinigung betrieben. „Generell finden wir das Tauschen sehr positiv“, sagte die Sprecherin des sächsischen Landesverbandes des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Juliane Dölitzsch. „Diese Wiederverwertung ist ressourcenbedingt natürlich deutlich sinnvoller, als jedes Mal neue Sachen anzuschaffen.“

Internet verschenkmarkt-dresden.de & materialvermittlung.org

Von Ralf Hübner/dpa