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Lokales 3000 neue Wohnungen in Dresden: So geht es auf dem Robotron-Areal weiter
Dresden Lokales 3000 neue Wohnungen in Dresden: So geht es auf dem Robotron-Areal weiter
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17:40 15.02.2020
Konkrete Entwürfe für den ersten Bauabschnitt: So könnten die Gebäude auf dem Robotron-Areal aussehen. Quelle: VPeter Kulka
Dresden

Das Lingner-Areal zwischen St. Petersburger Straße und Blüherstraße ist mit 98 000 Quadratmetern die größte innerstädtische Fläche für Wohnungsbau. Bis zu 3000 Wohnungen können im „Lingner Altstadtgarten“ entstehen, hat die Immovation AG aus Kassel errechnet. Die Unternehmensgruppe hat das Areal an den Projektentwickler Gerchgroup AG aus Düsseldorf verkauft. Vorstandsvorsitzender Mathias Düsterdick erklärt gegenüber DNN, wie es mit dem Vorhaben weitergeht.

Baurecht für das Baufeld 1

Für das Baufeld 1 liegt bereits ein Bebauungsplan vor, den die Stadtverwaltung noch mit Immovation erarbeitet hatte. Es handelt sich um die Flächen, auf denen die Robotron-Gebäude Atrium I und Rechenzentrum gestanden hatten. Diese wurden 2016 abgerissen. „Auf der Basis des Bebauungsplanes werden wir in den kommenden Monaten Bauanträge erarbeiten und diese zur Genehmigung einreichen“, kündigte Düsterdick an. „Ich gehe davon aus, dass im kommenden Jahr der Bau mit den ersten Abschnitten beginnen kann.“

Überwiegend Wohnungen sollen entstehen

Auf dem Baufeld 1 könne eine oberirdische Bruttogeschossfläche von rund 100 000 Quadratmetern entstehen. Nur ein geringer Teil werde für Nahversorgung, Kindertagesstätte und Freizeiteinrichtungen in den Erdgeschossflächen verwendet. „Überwiegend planen wir Wohnungen.“ Wieviele dies sein werden, stehe erst fest, wenn der Wohnungsmix geplant sei. „Diesen werden wir erst deutlich später festlegen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Zusammenarbeit mit Peter Kulka wird geprüft

Für eine Teilfläche des ersten Baufeldes gibt es bereits architektonische Entwürfe unter Federführung des Dresdner Architekten Peter Kulka. „Wir werden in den kommenden Monaten prüfen, ob wir diese weiterführen“, erklärte Düsterdick. „Ebenso werden wir entscheiden, mit welchen Architekten wir die Planungen der einzelnen Baufelder weiterführen.“ Die Gerchgroup werde verschiedene hochkarätige Architekten mit den Fassadenplanungen beauftragen.

Der Projektentwickler rechne mit einer Bauzeit von 24 Monaten für ein Wohngebäude mit Tiefgarage. Heißt: Die ersten Wohnungen im Quartier „Lingner Altstadtgarten“ werden 2023 fertig, wenn alles nach Plan verläuft. Die Entwicklung des vollständigen Areals werde jedoch noch viele Jahre in Anspruch nehmen, sagt Düsterdick. Die weiteren Bauabschnitte auf dem Gelände seien der Parkplatz sowie das Robotron-Gebäude Atrium II, in dem die City-Herberge sowie Büros untergebracht sind.

Atrium II und Parkplatz als weitere Bauabschnitte

„Das alte Robotron-Gelände ist ebenso wie der Parkplatz noch vermietet. Da es einige Jahre in Anspruch nehmen wird, hierfür einen neuen Bebauungsplan zu entwickeln, werden wir auch erst in einigen Jahren einen Abbruch angehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Früher oder später werde die Gerchgroup aber Atrium II abreißen und durch zeitgemäße Gebäude ersetzen.

Robotron-Kantine ist ein Sonderfall

Ein Sonderfall ist die Robotron-Kantine, die die Landeshauptstadt erwerben und sanieren will. „Da sind wir noch vollkommen offen in alle Richtungen und gesprächsbereit“, sagt Düsterdick.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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