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Lokales Protest gegen Pegida-Jahrestag in Dresden angekündigt
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Dresden: Protest gegen Pegida-Jahrestag

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15:54 11.10.2021
Teilnehmer der Demonstration „Herz statt Hetze“ im Jahr 2018.
Teilnehmer der Demonstration „Herz statt Hetze“ im Jahr 2018. Quelle: Oliver Killig/dpa/Archiv
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Dresden

Anlässlich einer Demonstration zum siebten Jahrestag der asyl- und islamfeindlichen „Pegida“-Bewegung ruft ein Bündnis in Dresden für Sonntag (17. Oktober) zu Protesten in Sicht- und Hörweite auf. Geplant seien mehrere Gegendemonstrationen, die zum Altmarkt führen, teilte das Bündnis „Nopegida“ am Montag in Dresden mit. Zudem ist in der Dresdner Frauenkirche ein Friedensgebet geplant.

„Pegida“ hat für Sonntag auf dem Altmarkt eine Demonstration angemeldet. Die Bewegung hatte sich im Herbst 2014 als zunächst kleine Gruppe gegründet. Ihre immer montags stattfindenden Demonstrationen gewannen rasch Zulauf und fanden Nachahmer in anderen deutschen Städten.

„Sammelbecken und Vernetzungsort für die radikale Rechte“

Mitte Januar 2015 erreichte „Pegida“ mit rund 25.000 Teilnehmern in Dresden ihren Höhepunkt. Kurz darauf folgte die Spaltung. Noch immer demonstrieren einige hundert Anhänger montags, allerdings nicht mehr wöchentlich.

„Pegida“ sei „ein Sammelbecken und Vernetzungsort für die radikale Rechte“, erklärte Kai Maria Schneider vom Bündnis „Dresden Nazifrei“. Den Aufruf zum Protest haben 20 Initiativen und Parteien unterzeichnet, darunter „Nationalismus raus aus den Köpfen“ und die „Seebrücke Dresden“ sowie „Hope - fight racism“ und das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“.

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Auch die SPD, Linke und Grüne wollen sich an Gegendemonstrationen beteiligen. „Die vielfältige Dresdner Bürgerschaft muss zeigen, wie wir als Stadt sein wollen: solidarisch, tolerant und weltoffen“, erklärte der sächsische SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas.

Von epd