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Lokales Besetztes Haus in Dresden – Polizei will verhältnismäßig vorgehen
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Dresden: Polizei will nach Hausbesetzung mit Aktivisten verhandeln

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11:34 19.10.2020
Mit der Hausbesetzung wollen die Aktivisten eigenen Angaben zufolge gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Profitinteressen von Immobilienfirmen protestieren. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild
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Dresden

Nach der Besetzung eines leerstehenden Hauses in Dresden will die Polizei versuchen, mit den Aktivisten Kontakt aufzunehmen. „Wir wollen verhältnismäßig vorgehen und werden jetzt intern die weiteren Maßnahmen besprechen“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden am Montag. Angaben zu einer möglicherweise bevorstehenden Räumung machte er nicht. Es sei eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs aufgenommen worden und die Polizei stehe in Kontakt mit dem Besitzer des Hauses.

Am Sonnabend hatten sich nach Polizeiangaben zunächst etwa 200 Menschen vor dem Haus aufgehalten, einige waren hineingegangen und hatten Plakate aufgehängt. Wie viele Menschen die Nächte in dem Gebäude verbracht haben, war zunächst unklar. Auf dem sozialen Netzwerk Twitter rufen die Aktivisten zu Solidarität auf und bitten um Schlafsäcke und Sofas, aber auch um Lebensmittel.

Gebäude soll seit 15 Jahren leer stehen

Die Aktivisten wollen nach eigenen Angaben gegen steigende Mieten, Zwangsräumungen und Profitinteressen von Immobilienfirmen protestieren. „Menschen, die nicht aus Akademiker*innenfamilien stammen oder trotz harter Arbeit die hohen Mieten nicht bezahlen können, sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen“, hieß es in einer Mitteilung. Die Aktivisten kritisierten in ihrem Statement unter anderem, dass das Gebäude seit 15 Jahren leer stehen soll und Kaufanfragen abgelehnt worden seien.

Zuletzt hatte in Sachsen eine Hausbesetzung mit anschließender Räumung im September in Leipzig für bundesweites Aufsehen gesorgt. Drei Nächte lang hatte es heftige Ausschreitungen geben. Immer wieder war es zu Zusammenstößen mutmaßlicher linker Extremisten mit der Polizei gekommen. 11 Beamte waren verletzt worden, gegen 15 Beschuldigte wurden Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Von dpa