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Lokales OB Hilbert muss Dresdnern wegen Nordbad-Schließung Rede und Antwort stehen
Dresden Lokales OB Hilbert muss Dresdnern wegen Nordbad-Schließung Rede und Antwort stehen
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15:39 23.09.2019
Das Nordbad ist eine Institution der Dresdner Neustadt. Über den Sommer war es vorübergehend geschlossen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die vorübergehende Schließung des Nordbads in der Dresdner Neustadt hat ein Nachspiel. „Das darf sich nicht wiederholen“, sagt Nicole Schumann, die für die Linken im Stadtbezirksbeirat Neustadt sitzt. Gemeinsam mit Vertretern der Grünen, Piraten und SPD hat sie eine Anfrage an OB Dirk Hilbert verfasst, der der Stadtbezirksbeirat mehrheitlich seine Zustimmung gab. Hilbert bleiben nun zwei Monate Zeit für eine Antwort – so sehen es die neuen Rechte für die gestärkten Stadtbezirksbeiräte vor.

Rückblick: Mitte Juni sickerte durch, dass das Nordbad an der Louisenstraße über den Sommer für den Besucherverkehr schließen muss. Der Bäder-GmbH, die das Nordbad 2018 übernommen hatte, fehlte es an Personal. Das weniger an der Louisenstraße als in den bei heißen Sommerwetter brummenden Freibädern. „Wie viele Branchen hat auch unsere derzeit mit einem Mangel an Fachkräften zu kämpfen“, sagt Lars Kühl, Sprecher der Bäder-GmbH.

Lage entspannte sich

Es sei vor allem wichtig gewesen, zuerst den Betrieb in den Freibädern abzusichern, „da dort die Gästezahl um ein Vielfaches höher als in einer Halle ist“. Weil deshalb im Nordbad nicht die erforderlichen zwei Fachangestellten für Bäderbetriebe während der Öffnungszeit zugegen waren, habe man das Bad schließen müssen. Anfang des Monats entspannte sich die Lage, das Nordbad hat seit 9. September wieder geöffnet.

Mit dieser Erklärung gibt sich Linke-Politikerin Schumann nicht zufrieden. Sie hat in Erfahrung gebracht, dass die Bäder-GmbH Verträge mit im Bad beschäftigten Pauschalkräften gekündigt oder nicht verlängert habe. Bäder-Sprecher Kühl bestätigt das, sagt aber: „Dies hat aber nichts mit der Schließung des Nordbades in diesem Sommer zu tun.“ Weitere Ausführungen zu diesen „Personalfragen“ will er jedoch nicht machen.

„Wir haben schließlich kein anderes“

In einem Punkt gehen die Meinungen Schumanns und Kühls weit auseinander. Die Linke-Politikerin findet, dass man das einzige Bad der Neustadt auch im Sommer nicht so einfach schließen könne. „Wir haben schließlich kein anderes, auch nicht in der Nähe.“ Der Bädersprecher verweist dagegen auf zurückgehende Besucherzahlen im Sommer bei gleichzeitigem Besucheransturm in den Freibädern.

Das sei in allen Hallen so, auch im Nordbad, wo es jedoch immerhin einen gewissen Stamm an Gästen gebe. „Wer trotzdem in der Halle schwimmen möchte oder in die Sauna gehen will, hat in der Nähe – Schwimmhalle Bühlau und Georg-Arnhold-Bad – gleich zwei bequem zu erreichende Alternativen“, sagt er. 2018 habe das Nordbad rund 26 000 Schwimmhallen-Besucher und gut 27 000 Saunagäste gehabt.

Suche nach neuen Fachkräften

Schumanns Forderung, dass das Nordbad nicht wieder für lange Zeit schließen dürfe, ist nach Einschätzung der Bäder-GmbH kaum zu erfüllen. Dagegen stünden schon die jährlichen und mehrwöchigen Schließungen für Wartungsarbeiten, sagt Kühl. Die Bäder-GmbH versuche derzeit viel, neue Fachkräfte zu gewinnen.

Auch die Ausbildung werde forciert. „Erstmals haben wir in diesem Jahr vier neue Azubis angestellt und beschäftigen damit inzwischen zehn“, sagt der Bäderbetriebs-Sprecher. Falls diese Bemühungen das Fachkräfteproblem nicht lindern, sei eine Verlängerung der Schließzeit im Nordbad auch 2020 „nicht auszuschließen“.

Von Uwe Hofmann

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