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Lokales Dresden-Nazifrei will mit Mahngang Täterspuren am 13. Februar an Nazi-Vergangenheit erinnern
Dresden Lokales Dresden-Nazifrei will mit Mahngang Täterspuren am 13. Februar an Nazi-Vergangenheit erinnern
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23:25 09.09.2015
Über 2000 Teilnehmer hatten sich 2012 am Mahngang des Bündnisses Nazifrei beteiligt.
Über 2000 Teilnehmer hatten sich 2012 am Mahngang des Bündnisses Nazifrei beteiligt. Quelle: Dominik Brüggemann
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Auf dem Programm stehen elf Orte, die an die braune Vergangenheit Dresdens erinnern sollen.

So startet die Demo, an der sich im Vorjahr bis zu 3000 Menschen beteiligt hatten, am Friedrich-List-Platz, wo bis 1945 die Leistelle der Gestapo stand. Auch der Sitz der NSDAP-Gauleitung und der Standort des ehemaligen Gerichtes an der Mathildenstraße stehen auf dem Programm. Aber auch die Synagoge, ein ehemaliges religiöses Ritualbad und eine Fabrik, in der unter andrem Victor Klemperer Zwangsarbeit leisten musste.

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An jedem der elf Orte soll der Zug kurz stoppen und ein erklärender Text wird verlesen. Es sei eine „andere Perspektive auf den 13. Februar“, lobt der Linken-Landtagsabgeordnete Falk Neubert, der die Demo angemeldet hat. Die Orte zeigten, dass Dresden nicht die unschuldige Stadt war, als die sie von den heutigen Nazis dargestellt wird.

Unter anderem will auch Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, zu Beginn der Veranstaltung einige Worte sprechen.

Der Zeitpunkt, 12.30 Uhr an einem Werktag, sei nicht ideal, gibt Dresden-Nazifrei-Sprecher Silvio Lang zu. Man wolle aber auch denen die Teilnahme ermöglichen, die anschließend in welcher Form auch immer gegen den Nazi-Aufmarsch protestieren wollen.

sl