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Lokales Dresden: Mehr Rauschgiftkriminalität und Drogentote im Jahr 2020
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Dresden: Mehr Rauschgiftkriminalität und Drogentote im Jahr 2020

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17:21 25.06.2021
Unzählige Ecstasy-Pillen verteilt auf einem Tisch.
Unzählige Ecstasy-Pillen verteilt auf einem Tisch. Quelle: Oliver Berg/dpa
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Dresden

Mehr Rauschgiftkriminalität und mehr Drogentote: Das sind die erschütternden Fakten, die aus den Fallzahlen der Polizei Dresden anlässlich des internationalen Anti-Drogen-Tages am Sonnabend hervorgehen. Besonders die Landeshauptstadt und der Landkreis Meißen waren vergangenes Jahr betroffen. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fielen die Zahlen zuletzt.

Die Polizei verzeichnete in ihrem Einsatzgebiet vergangenes Jahr insgesamt 3.276 Drogendelikte. 2019 zuvor waren es noch 3.259 Fälle. Im Dresdner Stadtgebiet stieg die Rauschgiftkriminalität um 3,2 Prozent auf 2.240 an – 2019 waren es 2.178 Delikte. Sechs Menschen starben an den Folgen ihres Drogenkonsums, zwei mehr als noch 2019. Alle Opfer waren männlich und zwischen 19 und 42 Jahre alt.

Polizei Dresden setzt auf Prävention

Auch im Landkreis Meißen verzeichnete die Polizei einen deutlichen Anstieg: Waren es 2019 noch 500 Drogendelikte, erhöhte sich die Zahl 2020 auf 539 – ein Anstieg um 7,8 Prozent. Ein 44-Jähriger und ein 45-Jähriger starben am Konsum. Im Jahr zuvor forderten die Drogen keine Toten.

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Einzig der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge entwickelte sich aus Sicht der Polizei positiv. Sowohl die Rauschgiftdelikte als auch die Zahl an Drogentoten waren rückläufig. 2020 starb kein Mensch, im Jahr zuvor war es noch einer. 2019 verzeichnete die Polizei 581 Drogendelikte, 2020 nur noch 497 – ein Rückgang um 16,9 Prozent.

Um Kinder und Jugendliche vom Drogenkonsum abzuhalten, setzt die Polizei auf Präventionsarbeit. Bereits ab Klassenstufe sieben versuchen „erfahrene Kollegen“, für das Thema legale und illegale Drogen zu sensibilisieren, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Weniger Veranstaltungen wegen Corona

Polizeilichen Erkenntnissen zufolge kommen Kinder und Jugendliche im Alter von 13 Jahren erstmals mit Drogen in Kontakt. „Meist unter dem Einfluss von Freunden und dem damit in Verbindung stehenden Gruppendruck“.

Die Prävention ziele insbesondere darauf ab, selbstbewusst seine Meinung äußern zu können und sich nicht von anderen verleiten zu lassen. 2019 fanden etwas mehr als 400 Veranstaltungen zu dem Thema an Schulen statt. Wegen der Coronapandemie waren es 2020 deutlich weniger.

Von ffo