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Dresden Gedenkstätte Bautzner Straße bekommt eine Million Euro für Sanierung

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17:29 29.07.2020
Die Gedenkstätte Bautzner Straße wird vom Freistaat mit einer Million Euro unterstützt. Quelle: Dpa
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Dresden

Sachsen unterstützt die Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden mit einer Million Euro bei anstehenden Sanierungsarbeiten. Damit soll der sogenannte „Fuchsbau“, ein Keller, der vom sowjetischen Geheimdienst nach dem Zweiten Weltkrieg als Gefängnis genutzt wurde, saniert werden, wie das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus am Mittwoch mitteilte. In dem Keller wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Gefangene vom sowjetischen Geheimdienst unter unmenschlichen Bedingungen eingesperrt - ohne natürliches Licht, in nassen Zellen. Später hatte in dem Gebäudekomplex an der Bautzner Straße die Staatssicherheit ihren Bezirkssitz.

Kellergefängnisse sollen als Mahnmal erhalten bleiben

„In den sächsischen Gedenkstätten wollen wir an die Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschen Boden erinnern und dafür sorgen, dass das schreckliche Leid nicht vergessen wird, welches diese Herrschaftssysteme gebracht haben“, betonte Kulturministerin Barbara Klepsch bei der Übergabe der Fördermittel an den Betreiberverein „Erkenntnis durch Erinnerung“. Mit den Sanierungsarbeiten wolle man die Kellergefängnisse der Gedenkstätte als Mahnmal erhalten.

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Mit dem Geld solle auch die technische Ausstattung der Gedenkstätte verbessert werden, hieß es. Die Mittel stammen demnach aus dem treuhänderisch verwalteten Vermögen der SED und mit ihnen verbundenen Massenorganisationen in der ehemaligen DDR.Nachdem 1953 der Gebäudekomplex an der Bautzner Straße Dresden an die DDR-Behörden übergeben wurde, richtete das Ministerium für Staatssicherheit dort seine Bezirkszentrale ein. Am 5. Dezember 1989 besetzten Dresdner Bürgerinnen und Bürger die Zentrale friedlich, um die begonnene Vernichtung der Akten der Staatssicherheit zu stoppen.

Von dpa/epd