Dresden: Coronazahlen am Mittwoch 21.10.2020
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Lokales Corona in Dresden: Inzidenz steigt am Mittwoch auf 38
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Dresden: Coronazahlen am Mittwoch 21.10.2020

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17:02 21.10.2020
Testen gegen das Virus: Um eine Corona-Infektion nachzuweisen, ist ein Nasen- oder Rachenabstrich nötig.
Testen gegen das Virus: Um eine Corona-Infektion nachzuweisen, ist ein Nasen- oder Rachenabstrich nötig. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Dresden

Mit einem Inzidenzwert von 38 rutscht die Landeshauptstadt am Mittwoch auf der Corona-Ampel in die nächste Phase der Pandemie. Zwar meldet das Gesundheitsamt nur zwei Fälle, doch die Behörde hat die Zahl der Neuinfektionen der letzten Tage deutlich nach oben korrigiert.

57 Neuinfektionen am Mittwoch

Nachdem die Stadt am Dienstag 18 Fälle meldete, zeigt die Statistik aktuell 57 Neuinfektionen am Dienstag an. Der Grund: Durch die stark gestiegenen Infektionszahlen der letzten zwei Wochen schaffe es die Behörde nicht mehr, alle neuen Fälle garantiert auch am Tag ihres Bekanntwerdens zu melden. Das erklärte die Stadtverwaltung vergangene Woche auf DNN-Anfrage. Die Folge: Infektionen landen erst später in der Statistik – gleichwohl sie schon eher erfasst wurden. Da die nachgetragenen Fälle rückwirkend dem Tag ihres Bekanntwerdens zugeordnet werden können, würden sie die 7-Tage-Inzidenz nicht verfälschen, versichert die Stadtverwaltung.

Corona-Ampel leuchtet orange

Durch die vielen Neuinfektionen hat Dresdens Corona-Ampel am Mittwoch Phase vier von fünf erreicht. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt bei 38. Die Corona-Ampel fungiert als Frühwarnsystem der Stadt, um die Pandemielage einzuschätzen. Sie beinhaltet fünf Stufen zum Infektionsgeschehen, die sich am Inzidenzwert orientieren. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner eines Landkreises oder einer Stadt binnen sieben Tagen an. Ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen schaltet die Ampel auf rot – Dresden wäre demnach Risikogebiet.

Stadt erlässt neue Allgemeinverfügung

Durch den stark gestiegenen Inzidenzwert hat die Stadt am Mittwoch die Corona-Regeln verschärft. Die neue Allgemeinverfügung aus dem Rathaus sieht unter anderem eine Maskenpflicht in allen zugänglichen, öffentlichen Räumen und Einrichtungen und eine Begrenzung der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern vor. Das neue Regelwerk tritt am Donnerstag, 0 Uhr in Kraft.

Die Zahlen im Überblick

Mit den neuen Fällen steigt die Gesamtzahl der Infektionen in Dresden seit Beginn der Pandemie auf 1349. Das Gesundheitsamt schätzt jedoch, dass 948 ehemalige Patienten wieder genesen sind. 13 Covid-Patienten kamen in der Landeshauptstadt bislang ums Leben, den letzten Todesfall meldete das Gesundheitsamt am 15. Oktober. Was die Krankheitsverläufe angeht, meldet das Gesundheitsamt am Mittwoch 25 stationäre Corona-Patienten. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Schätzwert. Laut Zeit Online liegen neun von ihnen auf der Intensivstation. Von den 294 Intensivbetten der Landeshauptstadt sind laut dem Online-Magazin derzeit noch 57 leer.

Häufigsten Fälle laut RKI bei 35- bis 59-Jährigen

Die meisten Infektionen gab es laut Robert-Koch-Institut in Dresden bei den 35- bis 59-Jährigen. 477 Fälle zählt das Institut bislang in dieser Altersgruppe. Direkt danach folgen die 15- bis 34-Jährigen mit 476 Infektionen. In der Altersgruppe 60 bis 79 sind bislang 188 Fälle bekannt, in der Altersgruppe 80 plus sind es 90. Junge Patienten sind bislang in der Minderheit. Zwischen null und 14 Jahren gibt das RKI aktuell eine Fallzahl von 49 an. Durch Verzögerungen in der Datenübermittlung beinhalten die Zahlen des RKI allerdings noch nicht alle bislang gemeldeten Infektionen des Gesundheitsamtes. Daher unterscheidet sich auch der Inzidenzwert des RKI von dem der Stadt. Während die Stadt am Donnerstag eine 7-tage-Inzidenz von 38 berechnet, zeigt das RKI noch einen Wert von 31,1 für Dresden.

Von lc