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Lokales TU-Rektorin und OB Hilbert rufen am Sonntag zu Demos für Weltoffenheit auf
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Dresden: Breiter Protest gegen Pegida-Jahrestag

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10:29 16.10.2021
Mehrere Bündnisse wollen sich am Sonntag Pegida entgegen stellen.
Mehrere Bündnisse wollen sich am Sonntag Pegida entgegen stellen. Quelle: xcitepress/ses/Archiv
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Dresden

Die Stadt Dresden will sich trotz aller Umtriebe der nationalistischen Pegida-Bewegung weiterhin weltoffen präsentieren. Deshalb rufen die Rektorin der Technischen Universität Dresden, Ursula M. Staudinger, und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) dazu auf, am Sonntag für Vielfalt, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander auf die Straße zu gehen.

An diesem Tag wollen die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) in Dresden ihren siebten Geburtstag begehen. Pegida wird seit Mai vom Verfassungsschutz in Sachsen als „erwiesene extremistische Bestrebung“ beobachtet. Pegida-Gründer Lutz Bachmann gilt schon länger als Rechtsextremist.

„Letztendlich geht es nur um Ausgrenzung, Hass und Hetze“

„In unserer Universität, in Forschungs- und Kulturinstitutionen leben wir ein Miteinander, das getragen ist von Offenheit und Neugier. Wir bauen auf Diversität und Perspektivenvielfalt. In der Wissenschaft suchen wir das Neue und erkennen darin großes Potenzial – nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Zusammenarbeit mit Menschen weltweit“, betonte Staudinger.

„Unsere demokratische und offene Lebensweise wird immer wieder zur Zielscheibe von Angriffen. Unter dem Deckmantel des Patriotismus geht es letztendlich nur um Ausgrenzung, Hass und Hetze. Ein Hass, der letztendlich in Rassismus und Gewalt mündet“, erklärte Hilbert.

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Bereits zu Beginn der Woche hatte das Bündnis „Nopegida“ zum Gegenprotest aufgerufen. Den Aufruf haben 20 Initiativen und Parteien unterzeichnet, darunter „Nationalismus raus aus den Köpfen“ und die „Seebrücke Dresden“ sowie „Hope - fight racism“ und das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“. Auch die SPD, Linke und Grüne wollen sich an Gegendemonstrationen beteiligen. „Die vielfältige Dresdner Bürgerschaft muss zeigen, wie wir als Stadt sein wollen: solidarisch, tolerant und weltoffen“, erklärte der sächsische SPD-Landtagsabgeordnete Albrecht Pallas.

Von dpa