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Dresden Lokales Drei Großcontainer sollen Elbwiesen vom Müll befreien helfen
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09:54 30.04.2019
Stadtreinigungs-Mitarbeiter Steffen Tomschke und Thomas Toth (r.) haben am Montag den ersten von drei großen Müllcontainern für die Elbwiesen an der Albertbrücke aufgestellt. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Müll beschäftigt die Dresdner, da ist sich Umweltbürgermeister Eva Jähnigen (Grüne) ganz sicher. Besonders, wenn er in Massen auf den Elbwiesen herumliegt. „Hier sieht es manchmal aus wie auf dem letzten Hinterhof, dabei sind die Elbwiesen der Empfangssalon der Stadt“, sagt die Umweltbürgermeisterin. Drei neue Großcontainer, die je 1100 Liter Abfall fassen, sollen nun dafür sorgen, dass die Elbwiesen künftig mehr nach Salon und weniger nach Hinterhof aussehen.

„Infrastruktur, Kontrolle und Kampagne“

Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, dass eine auf dem Alaunplatz erprobte Vorgehensweise auf die Elbwiesen überträgt. Auch auf der großen Grünfläche in der Äußeren Neustadt stapelte sich vor einigen Jahren noch der Müll. Mit einem Dreiklang aus „Infrastruktur, Kontrolle und Kampagne“ habe man das Müllproblem dort einigermaßen in den Griff bekommen, meint Stadtbezirksamtsleiter André Barth.

Eva Jähnigen Quelle: Anja Schneider

Mit der „Entsorgungsinfrastruktur“ wird nun auf den Elbwiesen ein Anfang gemacht. Je ein Container kommt nach langer Debatte an die Albertbrücke und die Prießnitzmündung im Stadtbezirk Neustadt sowie an den Gautschweg in Blasewitz. „Wir brauchten Standorte, die für die montags, mittwochs und freitags vorgesehen Entleerungen befahrbar sind“, begründet Jähnigen die lange Suche. Bis Ende September, je nach Witterung auch ein paar Wochen länger, sollen die Behälter stehen bleiben. Die Kosten in übernehmen meistenteils die Stadtbezirke.

Abfalleimer ziehen Extra-Müll an

Dabei ist das Aufstellen der Großcontainer nicht unumstritten. Man kenne den Spruch, dass Abfalleimer auch Müll anziehen, sagt Thomas Kügler aus dem Amt für Stadtgrün und Abfallentsorgung. Das ist auch ein Grund dafür, warum im Pilotprojekt nur drei Standorte ausgewählt worden sind – falls es aus dem Ruder läuft, bleiben die Müllplätze beherrschbar. Zudem wird in einer Abschlussarbeit, die an der Technischen Universität Dresden entsteht, untersucht, wie sich der in den Containern entsorgte Müll zusammensetzt.

Denn im Grunde dürfte es auf den Elbwiesen gar keinen Müll geben, zumindest nicht mehr, als in die 45 dort aufgestellten Papierkörbe passt. „Eigentlich müssten alle ihren Müll wieder nach Hause mitnehmen und dort entsorgen“, sagt Kügler. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass viele keine Verantwortung für ihren Müll kennen – auch im restlichen Stadtgebiet nicht. Das Abfallentsorgungsamt hatte vor zwei Jahren einmal untersucht, wie sich der in Papierkörben gesammelte Müll zusammensetzt. „Etwa 30 Prozent sind eigentlich Hausmüll“, sagt Kügler.

Müllsünder sind schwer zu erwischen

„Wir müssen beobachten, ob jetzt hier der Sperrmüll abgelagert wird“, sagt die Umweltbürgermeisterin. Oft genug sind Mitarbeiter der Stadtreinigung schon jetzt auf den Elbwiesen unterwegs. Ein Drei-Mann-Trupp begeht täglich die Wiesen zwischen Fährgarten Johannstadt und der Marienbrücke, außerhalb davon ist man zwei Mal die Woche und auf Anforderung unterwegs.

Bleibt die Frage, was mit den anderen beiden Säulen des Konzepts ist. Die Kontrolle übernehme wie bisher das Ordnungsamt, sagt Stadtbezirksamtsleiter Barth. Die Mitarbeiter könnten aber nicht überall gleichzeitig sein und hätten es schwer, Müllsünder auf frischer Tat zu erwischen.„Deswegen setzen wir auf die Dresdner und ihre Kommunikation untereinander“, sagt Jähnigen. In Sachen saubere Elbwiesen müssten schließlich viele mitspielen – deswegen wolle man mit der neuen Kampagne „#nichtganzsauber“ auch besonders auf den Elbwiesen aktiv sein.

Von Uwe Hofmann

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