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Lokales Dilettantische Räuber vor Gericht
Dresden Lokales Dilettantische Räuber vor Gericht
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19:45 26.04.2017
Quelle: dpa
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Dersden

Die Anklagebank im Dresdner Landgericht war gestern ziemlich international besetzt. Platz genommen hatten die Polin Karolina S., der Italiener Angelo D’E., der in Russland geborene Alexander T. und der Dresdner Maik W. Allerdings muss das Quartett den Begriff Globalisierung falsch verstanden haben – kriminelle Straftaten waren da eigentlich nicht vorgesehen. Das Quartett hatte sich zusammengetan, um das Spielcasino auf der Dr.-Friedrich-Wolf-Straße zu überfallen. Allerdings war das etwas dilettantisch geplant. Jetzt müssen sie sich wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung verantworten.

Am Mittag des 18. September 2016 rollten die vier in einem Mazda vor - mit einem zuvor gestohlenen Nummernschild. Karolina ging in das Casino, um die Lage zu checken. Da nur zwei Gäste anwesend waren, informierte sie die anderen und wartete dann mit Angelo D’E. im Fluchtauto. Die beiden anderen zogen sich Masken über und marschierten durch den Hintereingang in das Gebäude, fuchtelten mit einer Pistole oder einem pistolenähnlichen Gegenstand rum und forderten die Gäste sich hinzulegen. Dann bedrohten sie die Kassiererin mit der Waffe - aus Angst übergab sie ihnen die 170 Euro, mehr war am Mittag nicht in der Kasse. Dann fuhren sie weg und teilten die Beute – die Männer bekamen je 50 Euro, die Lady 20. Wenig Geld, für die Strafe, die ihnen nun droht. Da können längere Haftstrafen rauskommen. Der Prozess wird fortgesetzt.

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Von Monika Löffler

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