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Lokales Dieses Gebäude soll den Neumarkt abschließen
Dresden Lokales Dieses Gebäude soll den Neumarkt abschließen
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17:18 07.06.2019
Im Stadtmuseum wurde in einer Ausstellung diese Visualisierung vom Hotel Stadt Rom gezeigt. Quelle: Reproduktion: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Rekonstruktion des Neumarkts erhält mit dem Wiederaufbau des „Hotel Stadt Rom“ ihren Abschluss. Das hat der Stadtrat mit großer Mehrheit am Freitagnachmittag beschlossen. Es gab nur eine Gegenstimme und fünf Enthaltungen.

Das um 1739 errichtete Gebäude soll aber nicht an seinem Originalstandort Am Neumarkt 10 wiedererrichtet, sondern etwas in Richtung Moritzgasse verschoben werden. Grund sind die zu geringen Abstandsflächen zur Henrich-Schütz-Residenz am ursprünglichen Standort.

Die von den Bündnisgrünen angeregte Simulation mit Gerüsten und Planen lehnte der Stadtrat ab. „Wir lösen uns von einem zentralen Prinzip der städtebaulichen Rekonstruktion“, erklärte Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Löser. „Wir verändern die historische Situation, wenn wir das Gebäude verschieben. Das sollten wir den Leuten zeigen.“

Zu den Gebäuden des „Stalin-Barock“ an der Wilsdruffer Straße entstehe eine Hinterhofsituation, so Löser, wenn das Hotel Stadt Rom wieder aufgebaut wird. „Diese Gebäude der Ostmoderne sind ein hohes Gut und sollten nicht in Frage gestellt werden.“ Mit der Gagfah, dem Vorgänger der Vonovia, hatte die Stadtverwaltung über einen Durchbruch im Erdgeschoss der Häuserzeile zum Neumarkt verhandelt. Diesen sechs bis sieben Meter breiten Eingriff werde es nicht geben, erklärte Löser, der auch darauf hinwies, dass zwölf Bäume für den Wiederaufbau gefällt werden müssen.

Die CDU-Fraktion hatte den Antrag zum Wiederaufbau eingebracht. Stadtrat Klaus Rentsch erinnerte an seine Rede aus dem Jahr 2006, in der er bereits die Rekonstruktion thematisiert hatte. Auch er betonte, dass ein Abriss von Gebäuden an der Wilsdruffer Straße nie geplant gewesen wäre. Der Grundstückspreis betrage 1,2 Millionen Euro, so Rentsch. Wenn die Fläche in Erbbaupacht vergeben werde, könne der Finanzbürgermeister in 100 Jahren diesen Kaufpreis noch einmal erzielen.

Tilo Wirtz, Baupolitiker der Linken, erklärte, er habe bereits 2013 darauf hingewiesen, dass das Gebäude nur rekonstruiert werden könne, wenn es verschoben wird. „Das Hotel Stadt Rom könnte schon stehen“, meinte er. Mit dem Neubau werde das Vorhaben „Historisierende Rekonstruktion es Neumarktes um die Frauenkirche Dresden“ abgeschlossen, so Wirtz.

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) hatte sich lange gegen eine Verschiebung des Hotels Stadt Rom gewehrt, aber im vergangenen Jahr ihre Meinung geändert. Torsten Kulke, Vorstandsvorsitzender der GHND, hatte den CDU-Vorstoß für den Wiederaufbau mehrfach begrüßt.

Das „Hotel Stadt Rom“ wurde nach Entwürfen von Andreas Adam erbaut und war ein fünfachsiges und fünfgeschossiges Gebäude. Es fiel den Bombenangriffen im Februar 1945 zum Opfer. Damit an der Rückfront des Gebäudes keine schmucklose Brandwand entsteht, soll der Bauherr für eine „ansprechende Gestaltung“ sorgen, heißt es im Stadtratsbeschluss.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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