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Lokales Diese Droge bleibt Nummer 1 in Dresden
Dresden Lokales Diese Droge bleibt Nummer 1 in Dresden
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06:23 09.08.2019
Teufel Alkohol – die legale Droge steht in Dresden nach wie vor an erster Stelle. Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Alkoholmissbrauch steht beim Konsum legaler und illegaler Drogen in Dresden an erster Stelle. Das teilt die städtische Sucht-Koordinatorin Kristin Ferse im Suchtbericht 2019 mit.

Im Jahr 2017 mussten Dresdner Kinder, Jugendliche und Erwachsene 3248 Mal wegen ihres Drogenkonsums im Krankenhaus behandelt werden. Das ist ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber 2016. In 81 Prozent der Fälle war Alkoholmissbrauch der Grund für die Krankenhausbehandlung.

Nach Geburten und Herzinsuffizienz kommt Alkohol

Als Gründe für eine stationären Behandlung folgen der Gebrauch mehrerer Drogen mit 7 Prozent, der Konsum von Stimulanzien wie Crystal mit 4,5 Prozent sowie im Zusammenhang mit Cannabiskonsum stehende Probleme mit 4 Prozent.

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An der Reihenfolge hat sich im Vergleich zum Suchtbericht 2018 nichts geändert. Der deutliche Zuwachs der Krankenhausaufenthalte erklärt sich aus dem markanten Anstieg des Alkoholmissbrauchs. In der Bilanz steht ein Plus von 22 Prozent. 2017 war Alkohol der dritthäufigste Grund für eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus – nach Geburten und Herzinsuffizienz.

Höchstwert bei Personen unter 15 Jahren

Unter den wegen der Folgen ihres Alkoholkonsums eingewiesen Personen befanden sich 2017 31 Jugendliche unter 15 Jahren. Das ist ein Höchstwert, 2016 lag die Zahl noch bei 15. 91 Betroffene waren 15 bis 18 Jahre alt. Auch das ist ein Spitzenwert. Die meisten Alkoholpatienten kommen mit 390 aus der Altersgruppe der 50- bis 55-Jährigen. 57 Personen über 75 Jahre wurden mit Alkoholausfällen in die Klinik eingewiesen.

73 Prozent der Alkoholpatienten sind Männer

Alkoholismus ist männlich – 73 Prozent der Alkoholpatienten waren Männer. Aber auch die Zahl der Frauen ist von 577 im Jahr 2016 auf 699 im Jahr 2017 deutlich gestiegen. Bei den Männern ist die Fallzahl in der Altersgruppe 30 bis 35 Jahre enorm auf 250 gestiegen. In den Vorjahren lag der Wert noch zwischen 146 und 181. Bei den Frauen gab es die größte Steigerung in der Altersgruppe der 35- bis 40-Jährigen mit 91 Fällen.

88 Sterbefälle wegen Alkohol

2016 gab es in Dresden 88 Sterbefälle, die als Todesfolge von Alkoholkonsum zu klassifizieren sind. 69 Prozent der Todesopfer waren Männer. Die häufigste Ursache war eine Alkoholische Leberkrankheit, heißt es in dem Bericht. Bei den Männern gab es die meisten Sterbefälle in der Altersgruppe der 55- bis 60-Jährigen, bei den Frauen in der Altersgruppe der 50- bis 55-Jährigen.

Über 50-Jährige lassen die Finger von Cannabis

„Mit Sorge betrachten wir auch die Behandlungszahlen wegen des Konsums von Cannabis“, erklärte Ferse. Die stationären Behandlungen erhöhten sich im Vergleich zu 2016 um 23 Prozent. In der Altersgruppe der unter 15-Jährigen haben sich die Fallzahlen mit 17 mehr als verdoppelt. Dafür gibt bei den über 50-Jährigen nicht einen Cannabis-Krankenhausfall. Die Gesamtzahl lag bei 134, wobei der Frauenanteil 25 Prozent beträgt.

Drei Drogentote im vergangenen Jahr

Im Bereich des multiplen Substanzgebrauchs und des Gebrauchs von Stimulanzien wie Crystal sind die Fallzahlen leicht gesunken. Auch die Zahl der Drogentoten ist von sieben im Jahr 2017 auf drei im vergangenen Jahr gesunken.

Junge Menschen geben das Rauchen auf

Positives gibt es beim Rauchen zu vermelden: Der Anteil der Nichtraucher ist in Dresden von 77 Prozent im Jahr 2010 auf 83 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. 9 Prozent bezeichnen sich als Gelegenheitsraucher und 8 Prozent als regelmäßige Raucher. Den größten Anstieg an Nichtrauchern gab es in der Gruppe der 16- bis 24-Jährigen mit einem Plus von 15 Prozentpunkten. Bei den 25- bis 34-Jährigen stieg der Nichtraucheranteil um 13 Prozentpunkte. Dennoch raucht noch immer jeder fünfte junge Erwachsene.

Die Stadtverwaltung bietet zahlreiche Projekte zur Suchtprävention an. Die nächsten Aktionstage werden am 5. und 6. September in Gorbitz stattfinden.

www.dresden.de/sucht

Von Thomas Baumann-Hartwig

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