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Lokales Diese sieben Fakten zum Parken in Dresden müssen Autofahrer jetzt wissen
Dresden Lokales Diese sieben Fakten zum Parken in Dresden müssen Autofahrer jetzt wissen
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11:24 21.02.2020
Dresden will sich die Parkplätze vergolden lassen. Quelle: Montage: Eylert
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Dresden

Das Rathaus will das Parken in Dresden drastisch verteuern. Am Mittwoch wurden erste Pläne öffentlich, die dazu führen, dass 24 Stunden Parken in der Innenstadt 72 Euro kosten. Wie viele Parkplätze sind eigentlich von der geplanten Erhöhung betroffen? Sieben Fakten, die Autofahrer wissen müssen.

1. Wie viele Bezahlparkplätze gibt es in Dresden?

9823, teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage des Grünen-Stadtrats Michael Schmelich mit. Die Zahl der gebührenpflichtigen Parkplätze ist seit 2009 stetig gestiegen. Damals waren es 6985, im Jahr 2014 betrug die Zahl 8255 und 2018 waren es schon 8820.

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Grund für den rasanten Anstieg ist die Ausweisung immer neuer bewirtschafteter Parkbereiche. Mittlerweile gibt es 20 Bewohnerparkgebiete. Erst vor wenigen Wochen hatte die Stadt eine neue bewirtschaftete Zone in der Inneren Neustadt eingerichtet.

2. Welche Flächen nehmen die Bezahlparkplätze ein?

Die Fläche von Parkplätzen am Straßenrand beträgt rund 92.685 Quadratmeter. Städtische Parkplätze nehmen eine Fläche von 72.005 Quadratmetern ein. 36.535 Quadratmeter davon sind aber Zufahrten, so dass 33.­905 Quadratmeter für Stellplätze zur Verfügung stehen.

3. Wie haben sich die Einnahmen der Stadt entwickelt?

Sie sind stetig gestiegen. 2009 kassierte die Stadt noch 6,9 Millionen Euro Parkgebühren. 2014 waren es 7,8 Millionen Euro, 2017 schon 8,1 Millionen Euro und 8,3 Millionen Euro im Jahr 2018. Von der jetzt geplanten Erhöhung der Parkgebühren verspricht sich das Rathaus jährliche Einnahmen in Höhe von 11 bis 12 Millionen Euro. Das ist eher vorsichtig kalkuliert, da die Gebührensätze drastisch steigen sollen.

4. Wie viele Parkplätze für Behinderte gibt es?

Im öffentlichen Verkehrsraum gibt es rund 1000 Behindertenparkplätze, 350 davon personenbezogen.

5. Wie viele Parkausweise für Anwohner gibt die Stadt aus?

Im Jahr 2018 waren es 5283. Die Inhaber können zu günstigen Konditionen – ein Ausweis kostet 20 Euro für ein halbes Jahr, 30 Euro für ein Jahr und 50 Euro für zwei Jahre – in ihrem Wohngebiet parken. 2017 gab die Verwaltung 7340 Anwohnerparkausweise aus, 2014 waren es 4929 und 4291 im Jahr 2009.

Die Einnahmen sind nicht üppig: 220.000 Euro im Jahr 2018, 315.000 Euro im Jahr 2017, 201.000 Euro im Jahr 2014 und 164.000 Euro im Jahr 2009.

6. Wo kann man eigentlich noch kostenlos parken?

Außerhalb der Bewohnerparkgebiete und des flächendeckend bewirtschafteten sogenannten 26er Rings, sofern keine verkehrsrechtlichen Regelungen dagegensprechen. Die Summe der kostenlosen Parkplätze im öffentlichen Verkehrsraum ist statistisch nicht erfasst, so Hilbert auf die Frage des Grünen-Stadtrats Schmelich.

7. Wie viele private Parkplätze gibt es in der Innenstadt?

Innerhalb des 26er Rings gibt es etwa 5500 privat bewirtschaftete Stellflächen. Hinzu kommen etwa 1500 Stellplätze auf Flächen, die in naher Zukunft bebaut werden, beispielsweise in der Lingnerstadt.

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Von Thomas Baumann-Hartwig