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Lokales Die letzte Baulücke am Neumarkt in Dresden verschwindet
Dresden Lokales Die letzte Baulücke am Neumarkt in Dresden verschwindet
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18:40 27.06.2019
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, OB Dirk Hilbert, Investor Bernd Bechheim, Jörg Muschol von Dreßler-Bau, Rainer Schmidt von Züblin, Bert Wilde und Christoph Gröner (beide CG-Gruppe, v. l.) am Donnerstagnachmittag bei der Grundsteinlegung. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Geld versenken, das könne er. Christoph Gröner, Großinvestor und Immobilienmogul, hat die Lacher auf seiner Seite, als er am Donnerstag bei der Grundsteinlegung fürs Quartier Hoym am Neumarkt die Zeitkapsel im Boden verschwinden lässt. Seine Mitarbeiter hatten zu­vor noch einen Zehn-Euro-Schein mit in die Hülse aus Kupfer hineingesteckt. Es ist der Startschuss für ein millionenschweres Vorhaben und den endgültigen Lü­ckenschluss am Neumarkt.

Die CG Gruppe AG hat neue Visualisierungen vom Neumarkt vorgelegt.

Dort, wo zwischen Rampischer Straße und Landhausstraße derzeit eine riesige Baugrube klafft, möchte die CG-Gruppe von Christoph Gröner in den kommenden Monaten das Quartier Hoym errichten. Geplant ist ein Ensemble aus 13 einzelnen Gebäuden, mit Wohnungen, Restaurants, Läden und Büros und einem Hostel, das im originalgetreu wieder aufgebauten Palais Hoym vorgesehen ist. Das im sächsischen Rokoko-Stil errichtete Pa­lais Hoym war ein Adelspalast und galt bis zu seiner vollständigen Zerstörung als Juwel in der Altstadt.

Der Bau des Quartiers ist ein ambitioniertes Projekt, wie CG-Chef Christoph Gröner betont. Das gelte insbesondere für die aufwendige Re­konstruktion der historischen Fassaden. „Heute können wir es nur erahnen, aber wenn in zwei Jahren alles fertig ist, wird das Quartier Hoym eine Perle Dresdens sein“, erklärt der Bauherr. Die CG Gruppe hat in Abstimmung mit der Stadt und der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden zwei Fassadenwettbewerbe für das Quartier Hoym ausgerichtet. Die Siegerentwürfe greifen laut der CG-Gruppe historische Elemente auf, ohne auf Modernität zu verzichten.

Mit dem neuen Quartier verschwindet zeitgleich mit einer deutlich kleineren Fläche am Schloss das letzte unbebaute Grundstück am Neumarkt. Damit, so sagt Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), wird dann das Herz der Stadt wieder entstanden sein. „Es ist das berühmte letzte Puzzlestück, das noch fehlt“, ergänzt Rainer Schmidt von der Baufirma Züblin, die hier in den nächsten Monaten die Gebäude hochziehen wird.

Bis zu 150 Handwerker, so er­klärt Rainer Schmidt, werden auf der Baustelle gleichzeitig im Einsatz sein. Damit die neuen Gebäude sicher stehen, müssen insgesamt 153 Bohrpfähle in den Boden ge­rammt werden. Und um die Lücke zu schließen, braucht es vor allem viel Stahl – 4700 Tonnen – und Be­ton, 58 000 Badewannen voll.

Insgesamt werden den Angaben der Gruppe nach mehr als 140 Millionen Euro in das Vorhaben investiert. Der Leiter der Dresdner CG-Niederlassung, Bert Wilde, geht ge­genwärtig davon aus, dass das neue Quartier Anfang 2022 fertig ist. Zuletzt war als Termin für die Fertigstellung noch 2021 genannt worden. Jedoch hatten sich die Genehmigungsverfahren bei der Stadt länger hingezogen. „Es war ein hartes Ringen mit der Verwaltung“, so Bert Wilde.

Das Quartier Hoym in Zahlen

9614 Quadratmeter misst das Areal insgesamt.

258 neue Wohnungen sind im Quartier Hoym geplant – mit einer Gesamtwohnfläche von 18 923 Quadratmetern.

27 Büro und Gewerbeeinheiten entstehen auf einer Fläche von insgesamt 5579 Quadratmetern – davon 374 für die Gastronomie.

Das Hostel nimmt eine Fläche von 3151 Quadratmetern ein und wird von einer Tochterfirma der CG Gruppe betrieben.

Zum Parken entstehen in der Tiefgarage 329 Stellplätze fürs Wohnen und Gewerbe.

Von Sebastian Kositz

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